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Montag, 8. September 2014

Gut recherchierte, gar nicht peinliche Montagsfragen

Ein wunderschöner Herbstmontag mit strahlendem Sonnenschein, da dürfen die Montagsfragen nicht fehlen.

Schreibwahnsinn fragte heute:

Recherchierst du im Vorfeld für deine Projekte?

Selbstverständlich! Ich recherchiere nicht nur vor dem Schreiben, sondern auch während dem Schreiben und danach (bzw. danach nennt man das dann wohl eher „Faktenüberprüfung“ oder so ähnlich).

Bei Capital Porios, das in einigen Wochen erscheint, zum Beispiel musste ich mich im Vorfeld ein wenig schlau machen, wie denn ein Gitarrenbauer arbeitet, da ein solcher eine wichtige Rolle im Roman spielt.

Da die Poriomaniacs an einer neuen CD arbeiten und sich deshalb in vielen Szenen im Tonstudio aufhalten (ich selbst aber schon seit Jahren kein Studio mehr betreten hatte), musste ich mich ein wenig mit neuerer Studiotechnik auseinandersetzen.

Und dann war da noch die Frage, wie der Backstagebereich der Berliner Waldbühne aussieht und wo in Berlin Hausboote liegen könnten …

Nachdem das Manuskript fertig war, war ich auch noch einige Tage in Berlin, um vor Ort noch ein wenig Atmosphäre zu tanken und einige der Schauplätze (wieder) in Augenschein zu nehmen. Das wurde dann teilweise noch eingearbeitet.

Libromanie wollte heute wissen:

Gab es schon mal eine Situation, in der dir das Lesen in der Öffentlichkeit peinlich war?

Ganz eindeutig Nein.

Die einzige auch nur annähernd außergewöhnliche Situation, die mir jetzt spontan einfällt, war, als ich beim Lesen von Stephen Frys The Liar extrem laut lachen musste. Aber da saß ich im Foyer vom Cinema, da fiel das nicht weiter auf. Und peinlich war's mir auch nicht.


Montag, 1. September 2014

Jugendliche Montagsfragen in guter Lage





Die heutige Frage von Schreibwahnsinn liegt mir ganz besonders, weil ich die ganz schnell beantworten kann:

In welchem Alter hast du mit dem Schreiben begonnen?

Mit sieben! Meine erste noch erhaltene Kurzgeschichte schrieb ich in ein Schulheft mit Lineatur für die 2. Klasse …

Es handelt sich um einen Rätselkrimi à la Wolfgang Ecke, dessen Bücher ich damals gefressen habe. Neben zahlreichen skurrilen Rechtschreibfehlern finden sich aber schier unglaubliche Formulierungen (wahrscheinlich aus einem Perry Clifton-Krimi abgeschrieben), es geht um einen Bankraub und die Auflösung ist fast so langewie die (extrem kurze - heutzutage würde man so was Flash Fiction nennen) Geschichte.

Illustriert habe ich mein Machwerk damals zu allem Überfluss auch noch!

Und Libromanies Frage ist auch sehr leicht zu beantworten:

Wo befindest du dich geographisch gerade in deiner Lektüre?

In Los Angeles. Ich lese gerade Killer von Jonathan Kellerman, das ich vor Monaten via Netgalley erhalten habe (schrecklich schlechtes Gewissen, weil ich noch keine Rezi geschrieben habe, aber in ein paar Tagen …).

Parallel lese ich Empty Seats, die Autobiographie von Theater- und Filmproduzent Michael White, da befinde ich mich gerade in London.


Montag, 25. August 2014

Abgefahrene und typische Montagsfragen



Schreibwahnsinn wollte heute wissen:

Was ist typisch für deine Charaktere?

Darüber musste ich jetzt länger nachdenken … Und kam zu dem Ergebnis, dass sie alle irgendwie kreativ sind. Das gilt zumindest für meine Protagonisten.
Die Poriomaniacs sind von Haus aus kreativ, schließlich sind sie Musikerinnen, Monte (noch unveröffentlicht) zaubert in seinem Day Job nicht nur ganz besondere Pizzen, sondern ist auch äußerst kreativ, wenn es um die Lösung von Problemen geht, Carmelita (aus Pysanky in Buenos Aires) ist sehr kreativ im Umgang mit anderen und glaubt an Wunder (auch eine Form der Kreativität) und Oscar (die Protagonistin meines aktuellen Projektes) recherchiert intensiv für ihr Studium … Kreativität hat eben viele "Gesichter".

Libromanies heutige Montagsfrage lautet:

Das abgefahrenste Buch, das du je gelesen hast?

Ist John Irving schon abgefahren? Oder erst Matt Ruff? Was ist mit Michael Chabons Kavalier & Clay? Und mit Ordinary Thunderstorms und Any Human Heart von William Boyd? Lese ich am Ende gar nur abgefahrene Bücher?

Hier war mal wieder ein Blick in meine Bücherregale fällig … Das Resultat: "Sieger" nach Punkten ist Glamorama von Bret Easton Ellis.

Montag, 18. August 2014

Getriebene Montagsfragen mit Berufswunsch

Schreibwahnsinns heutige Montagsfrage lautet:

Sind deine Projekte plot- oder character-driven?

Das kommt ganz auf das Projekt an. Das Drehbuch, an dem ich zurzeit arbeite, ist eindeutig plot-driven, da müssen sich alle Charaktere dem Plot unterordnen.

Mein demnächst erscheinender Roman Capital Porios und die dazugehörige Kurzgeschichte Tin Pan Alley, sind aber beide character-driven, schließlich geht es mal wieder mit den Poriomaniacs on tour. Und wo die Mädels unterwegs sind, hat sich ja bekanntlich alles nach ihnen zu richten … also auch der Plot!

Und Libromanie macht sich Gedanken zur Berufswahl:

Was wäre dein Traumjob, wenn du irgendwas mit Büchern machen könntest?

Dann würde ich Rezensionen für Zeitschriften schreiben. Natürlich nicht lange, detaillierte Analysen, sondern so kurze nichtssagende Dreizeiler, bin ja schließlich faul. Den ganzen Tag lesen und mich dafür bezahlen lassen? Bring it on!






Mittwoch, 13. August 2014

Montagsfragen mit tätowierten Charakteren


Wegen akuter Arbeitsüberlastung (und dann war da noch die Sache mit den Tickets für Hamlet mit Benedict Cumberbatch) heute erst am Mittwoch: Meine Montagsantworten.

Auf die Frage von Schreibwahnsinn

Welchen Charakter - eines anderen Autors - hättest du gerne geschrieben?

lautet meine Antwort:

Ich kann mich nicht erinnern, dass ich schon jemals etwas gelesen und dabei gedacht hätte "Das hätte ich gerne geschrieben." Und das ist auch gut so …

Also, nein, es gibt keine literarischen Charaktere, bei denen ich mir wünsche, sie wären meiner eigenen Fantasie entsprungen.

Natürlich gibt es jede Menge Charaktere (und Autoren im Allgemeinen), die mir überaus gut gefallen, aber das sind zu viele, um sie hier jetzt aufzuzählen …


Und Libromanie wollte diese Woche etwas ganz Spezielles wissen, nämlich:

Was hältst du von literarischen Tattoos?

Unter der Frage stand noch der Hinweis, dass man annehmen solle, dass man Tätowierungen generell positiv gegenübersteht … Na, denn …

Ich habe schon viele schöne Tattoos mit Literaturbezug gesehen, aber auch schon sehr viele, die gingen gar nicht … wie halt in jedem Bereich. Neulich habe ich einen Blogpost mit 30 Fotos von verschiedenen Schreibmaschinen-Tätowierungen gesehen … die meisten waren eher seltsam.

Ich selbst werde mir in diesem Leben zwar garantiert nichts mehr unter die Haut stechen lassen, aber ich hatte mal mit dem Gedanken gespielt, mir eine Zeichnung von Jean Cocteau auf den Knöchel tätowieren zu lassen. Hätte das als literarisches Tattoo gegolten? Wäre immerhin "gezeichnete Poesie" gewesen …








Montag, 4. August 2014

Ideenreiche, geschenkte Montagsfragen



Die heutige Montagsfrage von Schreibwahnsinn ist die klassische Autorenfrage überhaupt:

Wie findest du neue Ideen?

Gar nicht, die finden mich. Immer aus heiterem Himmel und gänzlich unerwartet, oft genau dann, wenn ich sie gerade gar nicht brauchen kann!

Neue Ideen für ein Projekt, an dem ich gerade schreibe, erarbeite ich, indem ich mich mit Stift und Papier in eine ruhige Ecke setze und ins Blaue hineinphantasiere, immer frei nach dem Motto "was wäre wenn?".

Ansonsten: Im Moment habe ich so viele Projekte in der Pipeline, dass ich hoffentlich in der nahen Zukunft keine weiteren ganz neuen Ideen bekomme … Die Zeit ist knapp!

Libromanie wollte heute wissen:

Bekommst du eigentlich noch Bücher geschenkt?

So gut wie nie, da meine Familie/Freunde nicht wissen, was ich schon habe! Mir "auf Verdacht" ein Buch zu schenken, macht überhaupt keinen Sinn; wer mir ein Buch schenken will, sollte lieber vorher nach einer "Wunschliste" fragen, um sicherzugehen, dass ich das Buch nicht schon kenne bzw. es mich überhaupt interessiert, schließlich habe ich einen sehr seltsamen Geschmack.




Freitag, 1. August 2014

Montagsfragen mit Wordcount und Happy End



Wegen Annullierung meines Rückfluges aus England (was eine schlappe 72stündige "Verspätung" zur Folge hatte), kommen meine dieswöchigen Montagsantworten erst am Samstag …

Schreibwahnsinn fragte am vergangenen Montag:

Wie viele Wörter schreibst du in einer Stunde?

Wenn's schlecht läuft: 0
Wenn's richtig gut läuft: um die 1.500

Und Libromanies Frage am vergangenen Montag lautete:

Happy End erwünscht?

Nein, absolut nicht. Aber ich will eine anständige "Auflösung", sprich, ich will am Buchende keine offenen Fragen haben!

Darum hatte ich mit dem Ende von z. B. Gone Girl auch keine größeren Probleme …