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Dienstag, 1. September 2020

Rezension: Wellenbrecher von Roxane Bicker

 

Polizeiobermeisterin Phillipa »Phil« Berger wurde vor Kurzem auf eine Nordseeinsel versetzt, wo sie sich mit ihrer direkten, ein wenig rustikalen Art nicht nur Freunde macht.

Dann findet eine Inselbewohnerin ein Skelett und durch Zufall bekommt Phil mit, dass hier etwas vertuscht werden soll. Also startet sie Ermittlungen auf eigene Faust ... und jetzt geht der Ärger richtig los.

Roxane Bickers fiktive Nordseeinsel Medderoog wird von starken, gut gezeichneten Charakteren bevölkert. Neben der herben Phil sind da die spirituelle, von vielen Inselbewohnern als »Verrückte« abgetane Mara, die geheimnisvolle Harpo, der Bully-Kotzbrocken Henk, das Inseloriginal Arthur Fabrizius, den alle nur Käpt’n nennen - die verschiedenen Personen auseinanderzuhalten, fällt einem bei diesem Buch (im Gegensatz zu vielen anderen) wirklich nicht schwer! Die Frage »wer war denn er nochmal?« habe ich mir in Wellenbrecher auf jeden Fall kein einziges Mal gestellt.

Phil flucht und qualmt unentwegt, hat aber auch ihre Dämonen. Dass sie auch Schwäche zeigen kann, macht sie als Charakter nur stärker.

Neben den charaktervollen Protagonisten gibt es auch wohldosierten Lokalkolorit, der nie in ausschweifende Beschreibungen abdriftet.

Lange könnte man meinen, Wellenbrecher sei ein ganz traditioneller Inselkrimi, doch dann tauchen langsam, Stück für Stück Andeutungen auf, dass sich unter der so normal scheinenden Oberfläche ungewöhnliche Dinge tun.

Das Mysteryelement wird einem nicht einfach Knall auf Fall serviert, man wird behutsam herangeführt, was auch die Spannung geschickt konstant hoch hält. Und wenn das Cover nicht wäre, wäre die Wendung, welche die Story schließlich nahm, für mich extrem überraschend gewesen.

Fazit: Ein ungewöhnlicher Inselkrimi, der sich deutlich von anderen Büchern des Genres abhebt.

Wer ein Exemplar von Wellenbrecher gewinnen möchte, schaut am besten sofort auf Roxane Bickers Facebook-Seite, bei Instagram oder Twitter vorbei: Die Autorin verlost ein signiertes Exemplar samt Goodies, Teilnahmeschluss ist am 6. September, 18 Uhr.

https://www.facebook.com/RoxaneBickerAutorin/

https://www.instagram.com/roxane_bicker_autorin/

https://twitter.com/roxane_bicker

https://roxanebicker.com/ 


Montag, 31. August 2020

Neuveröffentlichung: Kinderspiel (Amber Fearns London-Thriller 3) - Giveaway

 

Mein neuer London-Thriller Kinderspiel ist ab sofort erhältlich. Dieses Mal bekommt meine Protagonistin Amber Fearns es nicht mit einem Serienmörder zu tun, sondern berät die Metropolitan Police im Fall einer aufsehenerregenden Kindesentführung.

Direkt zum Buch geht es hier: https://www.amazon.de/dp/B08H2BZ9RH

Eine Leseprobe findet ihr auch auf meiner Website oder falls ihr euch lieber vorlesen lasst, auf meinem YouTube-Kanal.


Zur Veröffentlichung von Kinderspiel verlose ich ein signiertes Exemplar des Taschenbuches. Dieses Mal habe ich mir für das Gewinnspiel aber etwas Neues ausgedacht: Es gibt keine Frage zu beantworten, sondern der/die Gewinner/in wird aus allen ausgelost, die bis zum 13. September (Mitternacht) ein Foto auf Instagram, Twitter oder auf meiner Facebook-Seite posten.

Natürlich nicht irgendein Foto, sondern ein Foto wie das, das ihr oben seht. Ladet euch einfach Kinderspiel (oder die Leseprobe) auf euren eBook-Reader/Smartphone/Tablet und macht ein Foto auf dem neben dem Cover von Kinderspiel auch irgendein Spielzeug zu sehen ist.

Was das für ein Spielzeug ist, bleibt ganz euch überlassen: Puppe, Ball, Bauklötzchen von mir aus auch ein Brettspiel oder ein Puzzle.

Besonderheit: Wer ein Foto mit einem Plastikeinhorn mit kämmbarer Mähne postet, erhält ein Extralos. (Warum das so ist, kann man erst nach Lektüre von Kinderspiel verstehen.)

Wenn ihr auf Instagram oder Twitter postet, verwendet bitte unbedingt den Hashtag #Kinderspiel und taggt mich in eurem Foto (Instagram: @deniseyokoberndt / Twitter: @poriomaniacs), damit ich euren Beitrag auch finde, wenn es am 14. September ans Auslosen geht.

Pro Plattform, auf der ihr postet, erhaltet ihr ein Los. Bei einem Foto mit Einhorn, das ihr auf Instagram, Twitter und Facebook postet, wären das also insgesamt sechs Lose.

So, das war jetzt ein wenig komplizierter als eine Frage mit drei bis vier Antwortmöglichkeiten, aber ich hoffe, ihr macht trotzdem zahlreich mit.

Wenn ihr euch nicht auf euer Los-Glück verlassen wollt oder jetzt gleich loslesen wollt und nicht erst Mitte/Ende September oder sowieso lieber eBooks lest: Kinderspiel ist für kurze Zeit zum Einführungspreis von EUR 0,99 (eBook) und EUR 11,99 (Taschenbuch) erhältlich. Wenn ihr ein Kindle Unlimited-Abo habt, lest ihr natürlich kostenlos --> https://www.amazon.de/dp/B08H2BZ9RH

Ich freue mich schon auf eure Fotos, bin gespannt, was euch alles einfällt.

Das Kleingedruckte: 

Natürlich ist bei dieser Verlosung der Rechtsweg ausgeschlossen und der Gewinn kann nicht bar ausgezahlt werden. Der Gewinner wird am 14. September 2020 ausgelost und per E-Mail benachrichtigt. Das Buch wird nach Mitteilung der Adresse des Gewinners per Post versandt. Mit der Teilnahme wird mein E-Mail-Newsletter abonniert, der aber nicht allzu häufig (zurzeit vierteljährlich) erscheint und über Neuerscheinungen, Gewinnspiele und Ähnliches informiert. Natürlich kann der Newsletter jederzeit abbestellt werden. Die für das Gewinnspiel gemachten Angaben (Name und E-Mail-Adresse) werden nur für das Gewinnspiel und die Newsletter-Zusendung verwendet. Meine Datenschutzbestimmungen findet ihr hier https://deniseyokoberndt.blogspot.de/p/bio.html

Making of ... Gnadenengel - Schreiben



 Da es bei Abbild so gut funktioniert hat, habe ich auch bei Gnadenengel zuerst alle Szenen aus Sicht der Mörderin geschrieben. Dieses Mal lief es allerdings nicht gar so flott, weil ich mehr Probleme hatte, mich in diesen Charakter hineinzuversetzen. Außerdem fand ich, dass die Szenen teilweise ein wenig zu kurz gerieten. Also ganz happy war ich nicht und konnte es auch kaum erwarten, dass ich mit den Szenen aus Ambers und Dannys Perspektive anfangen konnte. Sobald ich soweit war, lief es auch wieder schneller mit dem Schreiben, davor hatte ich mein sonst übliches Ziel von ungefähr tausend Wörtern am Tag oft nicht erreicht. 

Geschrieben habe ich natürlich wieder mit Scrivener, dieses Mal habe ich aber die Szenen nicht farbig markiert. Die sind hier alle blau, was bedeutet, dass sie fertig überarbeitet sind. Vorher waren die, an denen noch was zu tun war, entweder rot oder orange markiert.

Wobei rot bedeutet, dass da noch richtig viel geändert oder etwas ergänzt werden muss und orange heißt, dass noch eine Kleinigkeit zu überarbeiten ist.

Wie auch bei Abbild habe ich bei Gnadenengel jeden Tag einen kurzen Eintrag in mein Schreibtagebuch gemacht. Den letzten Eintrag konnte ich am 1. Mai machen, kurz nach Mitternacht war ich fertig.



Making of ... Gnadenengel - Recherchen

 

Im Gegensatz zu Abbild habe ich für Gnadenengel keine Bücher gewälzt, sondern meine Recherchen überwiegend online erledigt.

Ausnahme war das Buch Emotional Wound Thesaurus, das mir wertvolle Hilfe beim Entwickeln der Backstory meiner Mörderin geleistet hat. Aber wie das genau ablief, kann ich natürlich nicht verraten, ich will ja niemanden spoilern.

Die Kirchen, die im Buch vorkommen, habe ich alle selbst besucht, konnte sie mir aber teilweise nur von außen ansehen, weil nicht alle geöffnet hatten. Das war dichterische Freiheit im Buch, dass die Kirchen immer alle aufhaben, in Realität ist das nicht so. Bis auf St. John’s gibt es auch alle Kirchen tatsächlich. St. John’s basiert aber auf einer Kirche namens St. Joseph’s. St. Leonard’s, die Kirche, die auch auf dem Cover abgebildet ist, kenne ich schon lange, weil sie an einer sehr belebten Kreuzung in Shoreditch liegt, wo ich öfter vorbeikomme. Als ich sie im vergangenen August zu Recherchezwecken besuchen wollte, kam ich leider nicht rein, weil sie gerade renoviert wurde.

Ein ganz toller Fund während meiner Onlinerecherchen war die Website CatholicSaints.info, auf der detailliert aufgelistet ist, welchen Martyrertod katholische heilig und selig gesprochene Personen gestorben sind. 

Das zeigt mal wieder, dass man im Internet wirklich alles finden kann, sogar nach Todesart sortierte Heilige.




Making of ... Gnadenengel - Idee & Inspiration


 

Ich weiß zwar nicht mehr, WANN ich die Idee für Gnadenengel hatte, aber ich erinnere mich noch ganz genau daran, WIE ich die Idee hatte. Ich habe einer Freundin die Kirche Notre Dame de France in London gezeigt. Die Freundin ist Londonerin, wusste aber nicht einmal, dass es dort, in dieser kleinen Seitenstraße des Leicester Square, überhaupt eine Kirche gibt. Ich kannte die auch nur, weil es darin Wandgemälde von Jean Cocteau gibt.

Als wir die Kirche betraten, dachte ich, die sind aber alle fromm hier, weil ungefähr ein Dutzend Leute mit gesenktem Kopf in den Kirchenbänken saßen.

Erst später, nachdem wir uns die Wandgemälde angeschaut hatte und ich mich umdrehte, und diese vermeintlich so frommen Leute von vorne sah, bemerkte ich, dass die gar nicht beteten, sondern schliefen.

Es dauerte nicht lange, bis ich die Idee hatte »Was wenn einer von denen gar nicht schläft, sondern tot ist?«

Und aus dieser Frage entwickelte sich dann alles weitere ... bis hin zu dem über 400 Seiten langen Buch.




Samstag, 1. August 2020

Rezension und Thrillerverlosung: Chris Carters Bluthölle


Bluthölle, der elfte Fall für Robert Hunter beginnt mit einem Taschendiebstahl. Das klingt harmlos, doch der Inhalt der gestohlenen Tasche hat es in sich. Die Diebin ist so schockiert, dass sie ihre Beute anonym den Behörden überlässt.

Zunächst müssen Hunter und Garcia feststellen, ob es sich vielleicht nur um das Produkt einer kranken Fantasie handelt, doch schnell wird klar, dass dem nicht so ist ... und die Jagd auf einen perfiden und skrupellosen Mörder, der mit unglaublicher Effizienz vorgeht, beginnt.

Wie immer zeichnet sich Written in Blood (so der Originaltitel) durch schnörkellose Sprache und kurze Kapitel aus. Der allwissende Erzähler mutet manchmal ein wenig ungewohnt an, steigert aber die Spannung noch. 

Ein weiteres Markenzeichen von Chris Carter ist, dass er viele seiner Kapitel mit einem Cliffhanger beendet (wobei es in The Caller noch viel auffallender war, dieses Mal geht er mit diesem Stilmittel sparsamer um), was das Buch natürlich zu einem absoluten Pageturner macht. Man denkt immer »nur noch dieses eine Kapitel«, dann endet das mal wieder mit einer Frage, die man unbedingt jetzt sofort beantwortet haben muss ... 

Diese Sogwirkung führte auch dazu, dass ich meine Lektüre heute früh um vier Uhr beendet habe. Ich musste einfach wissen, wie es ausgeht.

Ich habe nicht wirklich etwas an Written in Blood auszusetzen, nur im Showdown hat mich ein winziges bisschen gestört, dass sich Hunter und der Mörder ein wenig im Kreis gedreht haben, da gab es einige kleinere Wiederholungen, die mich leicht genervt haben. 

Außerdem kam dann die Backstory des Mörders mehr oder weniger auf einen Rutsch, da hätte ich mir gewünscht, dass das ein bisschen besser auf das gesamte Buch verteilt worden wäre. So hat es aus dem Showdown einfach zu sehr das Tempo herausgenommen.
Aber wenn ich mich darüber wirklich beschweren würde, wäre das Meckern auf ganz hohem Niveau.

Die deutsche Übersetzung erschien fast zeitgleich zum englischen Original, daher verlose ich ein Taschenbuch von Bluthölle. Alle, die sich ab heute (01. August 2020) bis zum 16. August 2020 (Mitternacht) für meinen Newsletter anmelden, nehmen an der Verlosung teil.

Hier geht's zur Anmeldung: KLICK

Du hast dich schon längst für meinen Newsletter eingetragen, willst aber trotzdem mitmachen? Dann sende bitte eine E-Mail mit dem Betreff „Verlosung: Bluthölle“ an [poriomaniacs AT 2die4 DOT com]


Das Kleingedruckte: 
Natürlich ist bei dieser Verlosung der Rechtsweg ausgeschlossen und der Gewinn kann nicht bar ausgezahlt werden. Der Gewinner wird am 17. August 2020 ausgelost und per E-Mail benachrichtigt. Das Buch wird nach Mitteilung der Adresse des Gewinners per Post versandt. Mit der Teilnahme wird mein E-Mail-Newsletter abonniert, der aber nicht allzu häufig (zurzeit maximal 1x im Monat) erscheint und über Neuerscheinungen, Gewinnspiele und Ähnliches informiert. Automatisch erhält auch jeder, der sich neu einträgt, meinen Kurzthriller Abblende als eBook. Natürlich kann der Newsletter jederzeit abbestellt werden. Die für das Gewinnspiel gemachten Angaben (Name und E-Mail-Adresse) werden nur für das Gewinnspiel und die Newsletter-Zusendung verwendet. Meine Datenschutzbestimmungen findet ihr hier https://deniseyokoberndt.blogspot.de/p/bio.html

Samstag, 11. Juli 2020

Making of ... Abbild - Schreiben



Meine Bücher schreibe ich in einem Programm namens Scrivener. Im Video am Ende dieser Seite, zeige ich euch mein Tablet mit dem fertigen Manuskript von Abbild.
Auf der linken Seite sind die einzelnen Szenen, farbig markiert nach Erzählperspektive: blau für meine Protagonistin Amber, rot für den Mörder und die nicht farbig markierten sind die Szenen aus der Sicht von Danny.
Normalerweise schreibe ich meine Bücher in der richtigen Reihenfolge, von der ersten bis zur letzten Szene und springe höchstens einmal, wenn ich bei einer Szene absolut nicht weiterkomme zur nächsten.
Das habe ich bei Abbild anders gemacht: Ich habe zuerst alle Szenen aus der Perspektive des Mörders geschrieben, die dann in eine Reihenfolge gebracht, die mir gefiel, und dann erst die Szenen aus Ambers und Dannys Blickwinkel quasi dazwischengeschrieben.
Das hat so gut funktioniert, dass ich selbst erstaunt war.
Abbild habe ich fast ausschließlich am Computer geschrieben, sonst schreibe ich auch oft von Hand, wenn ich unterwegs bin oder wenn ich grad eine Weile lang absolut keinen Bildschirm mehr sehen will.
Dazu habe ich für jedes Buch ein Notizbuch, aber das für Abbild ist längst noch nicht voll und überwiegend sind da auch Notizen zur Continuity drin, also Namen von Nebenpersonen, die genaue Schreibweise der Schauplätze, damit ich immer weiß, war das jetzt St. Dunstan oder St. Dunstan’s.
Als die Erstfassung von Abbild fertig war, habe ich das Ganze ausgedruckt, in ein paar Tagen komplett durchgelesen und dabei bestimmte Stellen farbig markiert und natürlich auch Änderungen von Hand auf den Ausdruck geschrieben.
Dann habe ich alle Änderungen eingearbeitet und Abbild ging an meine ersten Testleser.