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Freitag, 15. Oktober 2021

Halloween-Bücherverlosung



Passend zu Halloween verlose ich ein kleines Paket mit herbstlichen Büchern und Goodies.

Ein Gewinner darf sich über ein Paket mit einem Taschenbuchexemplar von Bisswunden, einem Exemplar der Anthologie Kürbisgemetzel und diversen Lesezeichen, Postkarten, Flyern und Kürbis-Untersetzern freuen.

Zusätzlich gibt es ein Unikat, nämlich ein kleines Junk Journal, das ich für Bisswunden angelegt habe. Es enthält Notizen zu Schauplätzen, Titelideen, Charakternamen und anderen Recherchen. Falls ihr mir auf Facebook oder Instagram folgt, habt ihr schon einige Fotos von diesem Notizheft gesehen.

Dieses Giveaway ist exklusiv für Abonnenten meines Newsletters. Falls ihr bereits eingetragen seid, solltet ihr eine E-Mail erhalten haben (schaut auch im Spamordner nach).

Ihr seid noch nicht auf meiner Mailingliste, wollt aber trotzdem gewinnen? 

Dann tragt euch hier ein --> http://eepurl.com/zXjpn

Klickt bei der Bestätigungsmail, die ihr nach eurer Anmeldung erhaltet, auf Antworten und beantwortet folgende Frage:

Wie heißt die Band, die in Bisswunden eine wichtige Rolle spielt?

a) Dark Dahlia

b) Red Carnation

c) Black Chrysanthemum

d) Purple Hydrangea

Ein Los reicht euch nicht? Dann postet ein Foto von Bisswunden auf eurem Kindle oder vom Taschenbuch auf Instagram, Facebook oder Twitter und markiert mich, damit ich euer Foto auch finde. Für euren Post erhaltet ihr ein Zusatzlos.

Das Gewinnspiel läuft bis zum 25. Oktober 2021, 23.59 h, ausgelost wird am 26. Oktober. 

Das Kleingedruckte: 

Natürlich ist bei dieser Verlosung der Rechtsweg ausgeschlossen und der Gewinn kann nicht bar ausgezahlt werden. Die Teilnahme ist auf Deutschland beschränkt. Der Gewinner wird am 26. Oktober 2021 ausgelost und per E-Mail benachrichtigt. Das Bücherpaket wird nach Mitteilung der Adresse des Gewinners per Post versandt. Mit der Teilnahme wird mein E-Mail-Newsletter abonniert, der aber nicht allzu häufig (zurzeit monatlich) erscheint und über Neuerscheinungen, Gewinnspiele und Ähnliches informiert. Natürlich kann der Newsletter jederzeit abbestellt werden. Die für das Gewinnspiel gemachten Angaben (Name und E-Mail-Adresse) werden nur für das Gewinnspiel und die Newsletter-Zusendung verwendet. Meine Datenschutzbestimmungen findet ihr hier https://deniseyokoberndt.blogspot.de/p/bio.html

Mittwoch, 6. Oktober 2021

Thriller-Rezension: Die Andere (The Temp) von Michelle Frances

 

Carrie und Adrian sind ein wahres Power-Couple: Sie TV-Produzentin, er Drehbuchautor. Gerade gewann Adrian einen BAFTA für seine letzte TV-Serie, nun arbeitet er gemeinsam mit Carrie an der nächsten. Doch dann eröffnet Carrie ihm, dass sie schwanger ist. Davon ist Adrian ganz und gar nicht begeistert.

So beginnt The Temp von Michelle Frances, ein Buch, das ich allein aufgrund des Schauplatzes London unbedingt lesen wollte. Dazu das Setting im Bereich TV-Produktion, das versprach interessant zu werden.

Nach den ersten kurzen Kapiteln gibt es einen Zeitsprung: Carrie ist hochschwanger, also ist es an der Zeit, eine Schwangerschaftsvertretung für sie zu finden. Auftritt Emma, jung, ehrgeizig und talentiert. Für Carrie eine gefährliche Mischung. Von Anfang an fühlt sie sich durch Emma bedroht, macht sich Sorgen, dass die junge Frau ihr den Job streitig machen will.

Schlecht war The Temp nicht, aber die Story plätscherte nur so dahin. Ganz interessant? Ja. Packend? Nein. Für mich lag das zum größten Teil daran, dass ich keinen der drei wichtigsten Charaktere auch nur in irgendeiner Weise für bedrohlich oder gar gefährlich hielt. Die waren alle viel zu harmlos.

Irgendwann tut tatsächlich mal jemand etwas ansatzweise Böses und dann stirbt auch tatsächlich mal jemand, aber hach ... spannend war das alles leider nicht, sorry.

Ja, ich war die meiste Zeit schon irgendwie neugierig, wie es wohl weitergeht, aber »irgendwie neugierig« ist halt nicht »gefesselt«. Ein Pageturner ist The Temp wahrlich nicht.

Den ultimativen Twist am Ende empfand ich dann sogar als ärgerlich, weil der schlichtweg aus dem Hut gezaubert wird und in keiner Weise vorher angedeutet wurde. Außerdem führte dieser Twist zu einem derart pappsüßen Kitschende, dass man beim Lesen Zahnschmerzen bekommen könnte.

The Temp ist also für mich leider nur eine Kandidatin für die Kategorie »kann man lesen, muss man aber nicht«.

PS: Das markige »Sie hat deinen Job. Sie will dein Leben.« auf dem Cover hat mit der Story absolut nichts zu tun und ist einfach nur irreführend.



Freitag, 1. Oktober 2021

Thriller-Neuerscheinung: Bisswunden (Amber Fearns London-Thriller #6)

 

Rätselhafte Graffiti.
Tote Füchse.
Geschändete Gräber.

Auf dem Nordlondoner Friedhof Highgate gehen nachts unheimliche Dinge vor sich. Mausoleen werden mit Graffiti beschmiert, Gräber und Gruften aufgebrochen, Skelette aus ihren Särgen gezerrt.

Feiern gelangweilte Teenager nächtliche Rituale, treiben Satanisten ihr Unwesen oder steckt mehr dahinter? Sucht am Ende gar der legendäre Highgate-Vampir den viktorianischen Friedhof heim?

Ex-DCI Amber Fearns und ihr Kollege DI Danny Gibson tun die Legenden, die sich um den Highgate Cemetery ranken, zunächst als Unsinn ab.

Doch dann wird eine von einem Baum hängende Leiche gefunden. Eingeritzt in ihre Haut ein okkultes Symbol, an ihrem Hals Bisswunden. Fundort: Highgate Cemetery.

Handelt es sich um einen Ritualmord?

Oder gibt es ihn doch, den Highgate-Vampir?

Bisswunden ist der 6. Teil der London-Thriller-Reihe um Amber Fearns.

Alle Bände sind in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden.


Freitag, 3. September 2021

Thriller-Rezension: The Housewarming von S. E. Lynes

 

Vor einem Jahr ist die kleine Abi verschwunden. Nur kurz hatte ihre Mutter Ava sie alleine gelassen, vermeintlich sicher angeschnallt im Kinderwagen, der im Hausflur stand. Doch als Ava aus dem Obergeschoss zurückkehrte, war das Kind verschwunden und mit Entsetzen stellte Ava fest, dass die Haustür nicht verschlossen war.

Ist Abi aus ihrem Kinderwagen gestiegen, hat sie die Haustür selbst geöffnet und ist nach draußen gelaufen? Vielleicht sogar den ganzen Weg bis zum Fluss, wo sie mit ihrer Mutter die Enten füttern wollte? Ist sie ins Wasser gefallen und ertrunken?

Als am Tag nach Abis Verschwinden ihr Mantel im Fluss gefunden wird, scheint dieses Schicksal traurige Gewissheit zu sein.

Und doch quält Ava sich seit einem Jahr nicht nur mit Schuldgefühlen, sondern auch mit dem Gedanken, dass es vielleicht eine ganz andere Erklärung für Abis Verschwinden gibt.

The Housewarming wird teilweise in Rückblenden erzählt, sodass man hautnah das Entsetzen und die Verzweiflung am Tag von Abis Verschwinden erlebt. In der Gegenwart, ein Jahr später, dreht sich in der Straße, in der Ava und ihr Ehemann Matt immer noch leben, alles um die große Party, die die Nachbarn geben, nachdem sie ihr Haus aufwändig haben renovieren lassen.

Und auf dieser Party werden Dinge getan und gesagt oder auch ungesagt gelassen, die in Ava das Gefühl aufkommen lassen, dass Abi eben nicht im Fluss ertrunken ist. Sie beginnt nachzubohren und fördert Ungeheuerliches zu Tage.

The Housewarming ist ein spannender Domestic Thriller, der ganz ohne Mord und Totschlag auskommt. Die Spannung bezieht dieser Roman einerseits daraus, dass nicht klar ist, was mit Abi geschah, aber auch aus der detaillierten Beschreibung des Leidens und der Gefühle aller Beteiligter.

Den einen Twist am Ende habe ich ziemlich schnell kommen sehen, dieser stellt sich dann aber als Fehleinschätzung einer der beteiligten Personen heraus und im Endeffekt ist es nur den akribischen Nachforschungen der zuständigen Polizistin zu verdanken, dass schließlich doch die wirkliche Wahrheit ans Licht kommt. Und die ist extrem fies ...

Ein actionreicher Pageturner ist The Housewarming nicht, dafür aber ein fein ausgearbeiteter Psychothriller mit großartigen Charakteren - auch in den Nebenrollen.

Schauplatz dieses London-Thrillers ist nicht Central London, sondern laut Autorin ein »fiktionalisiertes« Teddington. Das ist ein Stadtteil, der im Südwesten liegt, in der Nähe von Richmond, das auch im Buch Erwähnung findet.

Montag, 2. August 2021

Thriller-Rezension: Was sie nicht wusste von Nicci French



Auf den ersten Blick ist Neve eine glückliche Ehefrau und Mutter.

Was niemand ahnt: Neve hat eine Affäre.

In einer kleinen Wohnung im Zentrum Londons trifft sie sich mit Saul. Eines Tages, als Neve diese Wohnung betritt, ist Saul tot. Erschlagen mit einem Hammer. Doch Neve ruft nicht die Polizei ...

In Was sie nicht wusste geht es nicht nur darum, wer Saul ermordet hat und warum, sondern vor allem um Neves Kampf, ihre Affäre geheimzuhalten. Immer tiefer verstrickt sie sich in Lügen und Halbwahrheiten und der Leser fragt sich, wie lange es wohl dauert, bis ihr alles um die Ohren fliegt.

 Das Buch ist spannend und entfaltet die bei Nicci French-Thrillern so oft vorhandene Sogwirkung, man will also nicht aufhören zu lesen, weil man unbedingt wissen will (nein, wissen MUSS), wie es weitergeht.

Londoner Lokalkolorit ist auch reichlich vorhanden: Neve wohnt in Clapton und fährt fast überall mit dem Fahrrad hin, wodurch auch Londoner Orte Erwähnung finden, die der Durchschnittstourist vielleicht noch nicht kennt, London Fields und das Sadler’s Wells Theatre zum Beispiel.

Auch fand ich es ein tolles Detail, dass Neve einen Schrebergarten hat. Eine meiner ehemaligen Mitbewohnerinnen in London hatte nämlich auch einen.

Trotzdem hat mich an Was sie nicht wusste etwas genervt ... nämlich Neve.

Die ist mir zu sehr »Fußabstreifer«. Was diese Frau alles mit sich machen lässt, ohne sich auf die Hinterbeine zu stellen, ist unglaublich.

Da lädt zum Beispiel ihr Ehemann Leute zum Abendessen ein, was ihr gar nicht passt. Statt ihm zu verklickern, dass er die bitte wieder auslädt, geht sie einkaufen und stresst rum, um nur alles rechtzeitig vorzubereiten. Im Supermarkt läuft sie dann Sauls Witwe über den Weg ... und lädt die auch noch ein!

Die Auflösung war mir persönlich auch ein bisschen zu konstruiert und aus dem Hut gezaubert. Das Motiv, das aus urältester Vergangenheit stammt, fand ich einfach nicht glaubwürdig.

Trotzdem hat es Spaß gemacht, Was sie nicht wusste zu lesen. Gemessen an früheren Nicci French-Standalones kann es aber nicht ganz mithalten.

Samstag, 10. Juli 2021

Thriller-Neuerscheinung: Verloren (München-Thriller)

 


Welches dunkle Geheimnis hütet die Tote aus dem Park? 

Wer setzt alles daran, dass dieses Geheimnis nicht ans Tageslicht kommt?


Mit großen Zielen und noch größeren Träumen kam Annalea zum Studium nach München. Ein ganz neues Leben wollte sie anfangen, der Kleinstadt entfliehen, in der sie aufgewachsen ist.

Doch schnell fühlte sie sich überfordert: die Großstadthektik, die vielen Menschen, der Unibetrieb. 

Umso glücklicher ist Annalea, als sie einen Job als Housesitterin findet. Sie ist ganz sicher, dass das die große Wende ist, jetzt wird sie ihr Leben besser in den Griff bekommen.

Dann findet sie bei einem Spaziergang im Park Knochen. Menschliche Knochen.

Annalea ist zutiefst geschockt und sucht nach einem Weg, dieses schreckliche Erlebnis zu verarbeiten. Sie stellt Nachforschungen an, will unbedingt herausfinden, wer die Tote war und warum sie sterben musste.

Während Annalea sich immer intensiver mit der Vergangenheit der Toten befasst, fühlt sie sich zunehmend verfolgt und bedroht. 

Pure Paranoia oder steckt mehr dahinter?


Verloren ist als eBook, Taschenbuch und Hardcover erhältlich --> bit.ly/Verloren2

Freitag, 18. Juni 2021

Thriller-Rezension: Ich will dir nah sein von Sarah Nisi



Lester Sharp arbeitet beim Londoner Fundbüro und ist ein wenig seltsam. Dass er vielleicht nicht nur ein wenig seltsam ist, sondern sogar gefährlich, beginnt der Leser spätestens dann zu vermuten, als Erin in die leer stehende Wohnung direkt neben Lester einzieht.

Lester findet Erin nämlich nicht nur sehr attraktiv, er hat auch den Schlüssel zu ihrer Wohnung.

Mein Hauptgrund, Ich will dir nah sein zu lesen, war natürlich der Schauplatz. Das Haus, in dem Lester und Erin ihre Apartments haben, befindet sich in Limehouse, auch Hackney und Rotherhithe kommen als Schauplätze vor. London Fields und den Broadway Market habe ich auch schon erkundet, Rhys geht nachts, wenn er nicht schlafen kann, auf Skateboard-Tour durch Soho … das Lokalkolorit gefiel mir also sehr gut. 

Ich will dir nah sein bezieht seine Spannung gänzlich daraus, was Lester denkt, plant und tut. Wer auf actionreiche Thriller mit viel Tempo steht oder gerne bei einem komplizierten Mordfall mitkombiniert, ist hier natürlich ganz verkehrt. Wie Lester alles, jede winzige Kleinigkeit, die Erin tut oder sagt, verdreht und zu seinem Vorteil interpretiert, war einfach nur herrlich. Vor allem, wenn man dann am Schluss erfährt, dass sie ihm tatsächlich »Zeichen gesendet« hat, nur eben nicht so, wie er sich das gedacht hatte.

Der Twist am Schluss ist zwar überraschend, aber das Ende insgesamt ist für meinen Geschmack ein wenig zu unspektakulär. Dass der Epilog das, was Lester vor vielen Jahren getan hat, verwässerte, fand ich enttäuschend.

Das ist aber Jammern auf hohem Niveau, insgesamt hat mir Ich will dir nah sein großen Spaß gemacht, vor allem wegen der Charaktere und des Schauplatzes.