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Montag, 6. April 2020

Thriller-Verlosung: Abbild


Am 1. April erschien mein London-Thriller Abbild und die Veröffentlichung möchte ich mit einer Verlosung feiern.

Leider hat DHL das Paket mit meinen Autorenexemplaren verschlampt, darum seht ihr auf dem Foto als Platzhalter nur einen Buch-Flyer. Das Taschenbuch ist dann doch ein klein wenig größer.

Der Hauptpreis besteht aus einem Taschenbuchexemplar von Abbild sowie London-Goodies, zwei weitere Gewinner dürfen sich über je ein Taschenbuch von Abbild freuen.

Zum Mitmachen müsstet ihr euch zu meinem Newsletter anmelden und folgende Frage beantworten: 

Wo wird »Flaming June« gefunden?

a) Hyde Park b) Regent’s Park c) Kensington Palace Gardens d) Victoria Embankment Gardens

(Ein »Blick ins Buch« hilft euch hier weiter: bit.ly/Abbild1)

Mitmachen könnt ihr bis zum 19. April (Mitternacht), ausgelost wird dann am 20. April.

Zur Newsletter-Anmeldung geht es hier: KLICK

Du hast dich schon längst für meinen Newsletter eingetragen, willst aber trotzdem mitmachen? Dann sende bitte eine E-Mail mit der richtigen Lösung und dem Betreff „Verlosung: Abbild“ an [poriomaniacs AT 2die4 DOT com]

Das Kleingedruckte:
Natürlich ist bei dieser Verlosung der Rechtsweg ausgeschlossen und der Gewinn kann nicht bar ausgezahlt werden. Die Gewinner werden am 20. April 2020 ausgelost und per E-Mail benachrichtigt. Die Gewinne werden nach Mitteilung der Adresse der Gewinner per Post versandt. Mit der Teilnahme wird mein E-Mail-Newsletter abonniert, der aber nicht allzu häufig (zurzeit ca. 6 Mal pro Jahr) erscheint und über Neuerscheinungen, Gewinnspiele und Ähnliches informiert. Natürlich kann der Newsletter jederzeit abbestellt werden. Die für das Gewinnspiel gemachten Angaben (Name und E-Mail-Adresse) werden nur für das Gewinnspiel und die Newsletter-Zusendung verwendet. Meine Datenschutzbestimmungen findet ihr hier https://deniseyokoberndt.blogspot.de/p/bio.html

Donnerstag, 22. Januar 2015

Neu: Tin Pan Alley und Capital Porios



Heute ist es endlich soweit: Tin Pan Alley und Capital Porios sind bei fast allen wichtigen eBook-Händlern erhältlich.

Tin Pan Alley - Ein Chick-Lit-Kurzkrimi

Londons Denmark Street mit ihrer Musikgeschichte und den zahlreichen Gitarrenläden ist natürlich ein Traumziel für Myra. Die Leadgitarristin der Poriomaniacs will ihre umfangreiche Sammlung ergänzen, Bandkollegin Debbie begleitet sie auf dem Kurztrip nach London.

Aber die Poriomaniacs wären nicht die Poriomaniacs, wenn es bei ihrem Besuch der britischen Hauptstadt bei Shopping und Sightseeing bleiben würde.


Gemeinsam mit Myras Cousin Matt und dessen Freund Jamie sind sie einem Dieb auf der Spur - und der klaut ausgerechnet rare Gitarren!

Leseprobe: bit.ly/1BEu2wp

Alle Kauflinks: http://bit.ly/1tR7g3C

Capital Porios - Ein Chick-Lit-Krimi

Eine Leiche im Backstagebereich der Berliner Waldbühne - ein Fall für die All-Girl-Rockband The Poriomaniacs.

Debbie, Kyla, Myra und Stella arbeiten intensiv an ihrer neuen CD. Nur kurz wollen sie die Aufnahmen unterbrechen, um bei einem Festival auf der legendären Waldbühne aufzutreten. Ihr Konzert ist ein voller Erfolg, doch dann wird die allgemeine Hochstimmung empfindlich getrübt: Tourmanager Tommi findet eine Leiche im Gebüsch.

Kommen die Poriomaniacs dem Mörder auf die Spur? Wird Debbie ihre Schreibblockade überwinden? Und warum lernt Kyla so eifrig Spanisch?

Leseprobe: http://bit.ly/17mvfNH

Alle Kauflinks: http://bit.ly/1KpxaAh

Im Moment sind Tin Pan Alley und Capital Porios nur als eBooks (ePub und mobi) erhältlich. Die Taschenbuchausgaben erscheinen in einigen Wochen.

Dienstag, 10. Dezember 2013

Worum geht's eigentlich in Capital Porios?

Capital Porios wird der vierte Krimi in meiner Reihe mit den Poriomaniacs. Die Rohfassung wurde diesen November im Rahmen des NaNoWriMo geschrieben, mit der Bearbeitung will ich im Januar beginnen. Da passt es ganz gut, dass ich im Januar sowieso nach Berlin will, das ist nämlich der Schauplatz des Romans - da kann ich vor Ort noch ein wenig nachrecherchieren.

Aber worum geht es im vierten Fall der Poriomaniacs? Details werden noch nicht verraten, aber ich habe schonmal ein wenig mit Wordle gespielt und das ist das Ergebnis:



Montag, 2. Dezember 2013

Montagsfrage - 2. Dezember 2013




  

Paperthin macht Pause, aber auf Schreibwahnsinn gab es auch heute wieder eine Montagsfrage, die da lautet:

 

Wie wichtig ist das Setting in deinen Geschichten?

 

Das ist bei mir ganz unterschiedlich. Manchmal kommt mir eine Idee zu einer Story überhaupt nur aufgrund eines Schauplatzes (so geschehen bei Wicked Weimar), in diesem Falle spielt der dann natürlich auch eine wichtige Rolle und wird entsprechend detailliert beschrieben.

Manchmal stehen aber natürlich auch die handelnden Personen so im Vordergrund, dass das Setting nur angedeutet wird - das war bei mir allerdings bisher nur in einigen meiner unveröffentlichten Kurzgeschichten der Fall.

Mein persönliches Fazit wäre also: In der Regel ist mir der Schauplatz sehr wichtig, das sieht man vielleicht auch schon an den Titeln Deadin Dornbirn, Wicked Weimar und Rome Eternal - in allen drei Romanen spielt der Ort des Geschehens eine Hauptrolle. Und beim vierten Porio-Krimi wird das mit Berlin wieder ähnlich sein …

 

 

Montag, 14. Oktober 2013

Buchtrailer - The Poriomaniacs - Rome Eternal


Neu auf YouTube: Der Buchtrailer zu Rome Eternal mit zahlreichen Fotos von Originalschauplätzen.

Chick-Lit oder Krimi? Beides!

Debbie und Kyla weilen mit ihrer All-Girl-Rockband The Poriomaniacs in der Ewigen Stadt, um einen Videoclip für ihre neue Single zu drehen. Doch Arbeit ist bekanntlich nur das halbe Leben.

Die andere Hälfte wird höchst angenehm mit ausgedehnten Shoppingtouren, Fressorgien, einem TV-Auftritt mit Lenny Kravitz und VIP-Treatment bei den Italian Open verbracht. Aber dann sehen die Poriomaniacs sich mit dem plötzlichen Tod eines jungen aufstrebenden Tennisstars konfrontiert ... und setzen alles daran, die Hintergründe dieses mysteriösen Todesfalls aufzudecken.

Rome Eternal ist nach Dead in Dornbirn und Wicked Weimar der dritte Fall für die Poriomaniacs - ein Italienkrimi mit viel Humor.

Mittwoch, 21. August 2013

Cover Reveal - The Poriomaniacs ... machen's kurz

Nicht mehr lange bis zum Erscheinungstermin des ersten Bandes mit Kurzgeschichten rund um die Poriomaniacs.
Kyla und Alejandro bekommen es in Paris Calling mit einem anonymen Briefeschreiber zu tun, in Killesberg? - Killerberg! muss bereits vor dem Konzert ein Groupie das Leben lassen und in Genua Rocks greifen die Poriomaniacs beherzt in eine Mordermittlung ein.


Cover-Illustration: © triling - Fotolia.com

Mittwoch, 17. Juli 2013

Rome Eternal zum Sonderpreis

Nur noch wenige Tage gibt es Rome Eternal als eBook zum einmalig günstigen Super-Sonder-Sommer-Schnäppchenpreis von 99 cent. Nur bei amazon: http://amzn.to/18f4eat

Wer also auf der Suche nach ein wenig Dolce Vita, Rock n Roll und einer spannenden Krimihandlung zwischen zwei Buchdeckeln ist, dafür aber nicht viel Geld ausgeben will: Zuschlagen, bevor es zu spät ist!

Dienstag, 9. Juli 2013

Pretty books all in a row ...

Das gesamte bisherige poriomanische "Werk" hübsch nebeneinander aufgereiht. Demnächst kommt dann noch ein Band mit Kurzgeschichten hinzu ...

Mittwoch, 26. Juni 2013

Neues Cover für Wicked Weimar

Wo Dead in Dornbirn ein Facelift erhält, darf natürlich The Poriomaniacs - Wicked Weimar nicht hintanstehen:

Auch Wicked Weimar ist jetzt neben der Taschenbuchausgabe auch als E-Book erhältlich: http://amzn.to/ZEju05

The Poriomaniacs - Dead in Dornbirn in neuem Gewand

Seit kurzem nicht nur mit neuem Cover unterwegs, sondern endlich auch als e-Book erhältlich: The Poriomaniacs - Dead in Dornbirn: http://amzn.to/16Bt7Qh

Donnerstag, 20. Juni 2013

The Poriomaniacs - Rome Eternal



Der Veröffentlichungstermin rückt näher und näher ...

Hier der Klappentext:


Debbie und Kyla weilen mit ihrer All-Girl-Rockband The Poriomaniacs in der Ewigen Stadt, um einen Videoclip für ihre neue Single zu drehen. Doch Arbeit ist bekanntlich nur das halbe Leben. Die andere Hälfte wird höchst angenehm mit ausgedehnten Shoppingtouren, Fressorgien, einem TV-Auftritt mit Lenny Kravitz und VIP-Treatment bei den Italian Open verbracht. Doch dann sehen die Poriomaniacs sich mit dem plötzlichen Tod eines jungen aufstrebenden Tennisstars konfrontiert … und setzen alles daran, die Hintergründe dieses mysteriösen Todesfalls aufzudecken.

Donnerstag, 13. Juni 2013

Leseprobe aus The Poriomaniacs - Rome Eternal

The Poriomaniacs - Rome Eternal erscheint demnächst als Taschenbuch und als e-Book.

Debbie, Kyla, Myra und Stella verschlägt es dieses Mal nach Rom. Dort sollen sie eigentlich nur einen Videoclip vor historischer Kulisse drehen und einen TV-Auftritt absolvieren - doch natürlich kommt alles mal wieder ganz anders ...

Hier das erste Kapitel:


Ready? - Play!


»Ein bisschen überdekoriert hier, findste nicht?«

Kyla ließ ihren Blick durch die Hotellobby schweifen und musste ihrer Bandkollegin Debbie recht geben: Wer auch immer für die Einrichtung des Gran Hotel Parco dei Principi verantwortlich zeichnete, er hatte sich wahrlich die größte Mühe gegeben, dem Besucher alles vorzu­führen, was Rom stilmäßig von der Antike bis zur Re­naissance zu bieten hatte.

Da tummelten sich antikisierende Büsten, Statuen und Vasen zwischen mit Brokatstoff bezogenen Sesseln und Sofas, von der Decke hingen Kristalllüster und an den Wänden Ölgemälde, bei deren Anblick jeder wahre Renaissancekünstler im Grabe rotieren würde. Hier hatten nicht nur die üppig gerafften Gardinen eine Goldkante, hier war Blattgold eingesetzt worden, wo es nur ging.

Den beiden anderen Bandmitgliedern, Myra und Stella, schien es bei diesem Anblick vollständig die Sprache verschlagen zu haben.

Mit offenen Mündern und staunenden Augen folgten sie Debbie und Kyla über den spiegelblanken, Marmor imitierenden Boden zum Rezeptionstresen, hinter dem sie bereits ein Hotelangestellter in dunkel­blauer Uniform erwartete.

»Das ist ja schlimmer als Gelsenkirchener Barock«, flüsterte Kyla Debbie ins Ohr, »das ist Römischer Overkill!« Debbie kicherte, wurde aber schnell wieder ernst.

»Also, wenn die Zimmer genauso eingerichtet sind, weiß ich nicht, ob ich hier wohnen kann!«

»Wer weiß, vielleicht sehen in Rom alle Hotels so aus? Schicke Designhotels im minimalistischen Stil sind hier vielleicht gesetzlich verboten?«

Debbie, Kyla, Myra und Stella - gemeinsam The Poriomaniacs - waren nach Rom gekommen, um einen Videoclip zu ihrer neuesten Single A Little Left of Heaven zu drehen. Außerdem standen ein Auftritt im italienischen Fernsehen und diverse Pressetermine an.

Während Debbie und Stella schnurstracks am Flügel vorbei durch die großen Glastüren nach draußen eilten, um den Hotelpool zu besichtigen und Myra den Antransport des gesammelten porio­manischen Gepäcks überwachte, ließ Kyla sich in einen der üppig ge­polsterten Sessel neben der Rezeption fallen.

Die Check-in-Formalitäten überließen die Porios lieber ihrem langjährigen Tourmanager Tommi, mit dem alle Bandmitglieder eine tiefe Hassliebe verband. Während also Tommi mit sämtlichen Reisepässen an der Rezeption stand und die Meldescheine ausfüllte, blickte Kyla sich intensiv in der Lobby um.

Debbie hatte recht, wer auch immer hier als Innen­architekt tätig gewesen war, hatte selten wenig Ge­schmack. Der Sessel, in dem sie gerade eher lag als saß, hatte doch allen Ernstes Troddeln. Troddeln! Aber wenigstens war das hässliche Teil bequem. Kyla fläzte sich noch ein bisschen tiefer in die Polster.

Quer gegenüber befanden sich die beiden Hotel­aufzüge - natürlich mit goldenen Türen. Eine dieser Lifttüren glitt gerade auf, als Kylas träger Blick sie streifte. Gerade wollte sie ihren Blick schon weiter wandern lassen, da legte sie stattdessen einen lupen­reinen, hollywoodreifen Double-Take hin: Was war das denn? Oder vielmehr: Wer war das denn? Da stieg doch gerade der absolute Wahnsinn eines Mannes aus dem Aufzug.

Kyla war plötzlich hellwach, setzte sich gerade hin und spähte aufmerksam quer durch die Lobby. Der Traumtyp hatte sich zielstrebig nach links gewandt und verschwand aus Kylas Sichtfeld. Das durfte natürlich nicht sein, dass sie ihn gleich wieder aus den Augen verlor, wo sie ihn doch gerade erst entdeckt hatte. Und Kyla hatte in ihrem Leben schon jede Menge Männer entdeckt, aber so einer war ihr noch nie unter­gekommen. Etwas längere schwarze, leicht gelockte Haare, dunkler Teint und eine Figur ... eine Figur zum Niederknien!

Kurz entschlossen wuchtete Kyla sich aus ihrem Sesselmonster und stöckelte hinterher. Der Schöne war in einem langen Gang, dessen Wände hellgrüne Seidentapeten und unzählige auf alt getrimmte Öl­schinken zierten, verschwunden. Etwas ratlos sah Kyla sich um, da fiel ihr Blick auf ein zwar kleines, aber nicht gerade dezentes Goldschild, das in ver­schnörkelter Schrift verkündete, dass sich das Hotel­restaurant geradeaus und der Fitness Room links um die Ecke befände.

Ah, klar, dachte Kyla, dieser Body muss natürlich in Form gehalten werden. Kurz blieb sie unentschlossen vor dem Schild stehen und kaute nachdenklich auf ihrem rechten Daumennagel herum. Doch wenn es um das Aufreißen von Männern ging, hatte Kyla lang­jährige Erfahrung und darum dauerte es nicht allzu lange und sie hatte den perfekten Plan. Eilig kehrte sie in die Lobby zurück.

Tommi hatte mittlerweile alle Anmeldeformalitäten erledigt, das Gepäck war zu Myras vollster Zufriedenheit in die Lobby befördert worden und die beiden Hotelpagen hatten genaue Anweisungen bekom­men, auf welche Zimmer welche Gepäck­stücke zu verbringen wären.

Auch Debbie und Stella kehrten gerade angeregt plaudernd von ihrer Pool-Besichtigungstour zurück. Tommi verteilte die Zimmerschlüssel, Kyla schnappte sich das Papp­etui mit dem aufgedruckten Hotellogo, das die Schlüsselkarte für Zimmer 315 enthielt, und hängte sich bei Stella ein. Gemeinsam steuerten sie auf den Lift zu. Kylas plötzliche Anhänglichkeit löste bei Stella leichtes Befremden aus.

»Was ist denn mit dir los?«

»Liebste Stella, du müsstest mir ganz schnell einen ganz dringenden Gefallen tun«, flötete Kyla und drückte auf den Knopf mit der 3.

Als sich im dritten Stock die Lifttüren öffneten, stürmte Kyla voran in Richtung Stellas Zimmer.

»Was hast du denn?«, maulte Stella und schob die Schlüsselkarte in den Schlitz neben der Tür. Kyla drückte die Tür auf, rannte fast ins Zimmer und stürzte sich auf Stellas Gepäck.

»Wo sind deine ganzen Sportklamotten drin?« Ohne auf eine Antwort zu warten, wuchtete sie eine von Stellas Taschen auf das Bett und wollte sie öffnen. Aber natürlich hatte Stella ihre Habseligkeiten mit einem kleinen Vorhängeschloss vor unbefugtem Zu­griff ge­sichert. Ungeduldig winkte Kyla Stella zu. »Schlüssel!«, forderte sie.

Kopfschüttelnd kramte Stella in ihrer Handtasche und warf Kyla einen kleinen silbernen Schlüssel zu. »Verrätst du mir vielleicht auch mal, was das Ganze soll? Warum bist du so scharf auf mein Gepäck? Pack doch erstmal dein eigenes aus.«

Während Kyla den Reißverschluss der Tasche aufzog, ließ sie sich endlich zu einer Erklärung herab. »Du musst mir unbedingt ein paar von deinen Fitness­klamotten leihen. Die haben hier einen ganz tollen Fitnessraum, da muss ich unbedingt sofort hin!«

Skeptisch zog Stella die Augenbrauen hoch. Kyla hasste Sport und das war allgemein bekannt. Kyla ging nur ins Fitnessstudio, wenn es gar nicht anders ging. »Du willst in den Fitnessraum? Jetzt sofort?«

Kyla nickte so eifrig, dass ihre langen rotbraunen Haare nur so flogen, während sie den Inhalt von Stellas Reisetasche einer ersten Musterung unterzog.

Als sie anfing, wahllos Kleider aus der Tasche zu ziehen und auf das Bett zu werfen, hatte Stella genug. Bestimmt und nicht allzu sanft schob sie Kyla zur Seite, weg von ihrer Tasche. »Immer mit der Ruhe, ich mach das schon. Die Fitnessklamotten sind in der anderen Tasche.«

Betont langsam stellte Stella die erste Tasche weg und hob ihre kleinere Sporttasche auf das Bett. Eben­so betont langsam suchte sie in ihrer Handtasche nach dem Schlüssel für diese Tasche und schloss das kleine Vorhängeschloss auf. Kyla konnte kaum noch an sich halten und trat vor Ungeduld von einem Bein auf das andere. »Nun mahach schon«, quengelte sie.

Wieder sah Stella sie mit hochgezogenen Augen­brauen an. »Wie wär's, wenn du mir anvertraust, wo­her deine urplötzliche Begeisterung für Fitness kommt?«

Kyla zog einen Flunsch. »Jetzt komm, zier dich nicht so. Rück einfach ein paar Klamotten raus, reden können wir später.«

Endlich hatte Stella die Tasche geöffnet und zog ein knappes schwarz-pinkes Nike-Top heraus. Begeistert riss Kyla es ihr aus der Hand. »Das ist genau, was ich brauche! Schön eng und sexy, jetzt noch was für unten­rum und Schuhe.«

»Ah ja, eng und sexy«, murmelte Stella, die eine ge­wisse Ahnung anwandelte, was Kyla im Fitnessraum vorhatte.

Im Handumdrehen wurde Kylas Outfit mit einer schlichten schwarzen Stretchhose und silbernen Jog­gingschuhen komplettiert. Kyla raffte alles an sich und rannte fast zur Tür. »Vielen Dank! Du kriegst die Sachen so schnell wie möglich wieder«, trällerte sie und schon fiel die Tür hinter ihr ins Schloss.

»Hoffentlich in gereinigtem Zustand«, seufzte Stella und ließ sich auf das Bett fallen.

Auf dem Hotelflur stieß Kyla in ihrer Hast fast mit Debbie zusammen.

»Hey, wohin so eilig?«

»Keine Zeit, wir reden später«, sagte Kyla und wollte sich an Debbie vorbeidrängeln. Doch die hielt sie am Arm fest und musterte sie. »Was hast du denn mit den Klamotten vor?«

»Ich sag doch: Wir reden später!«, wollte Kyla sie ab­speisen. Doch so leicht ließ sich ihre Co-Frontfrau nicht abwimmeln.

Debbie kniff die Augen zusammen. »Was auch immer du vorhast«, meinte sie in tadelndem Tonfall, »vergiss nicht, dass wir um 17 Uhr den Termin mit unserem Clip Director haben.«

Hauptgrund des Aufenthalts der Poriomaniacs in Rom waren die Dreharbeiten für den Videoclip zu ihrer demnächst erscheinenden Single A Little Left of Heaven. An diesem Nachmittag wollten sie sich mit dem Regis­seur des Clips zu einer Vorbesprechung treffen, um das Konzept für das Video zu diskutieren. Die Dreh­arbeiten sollten dann am übernächsten Abend begin­nen, da ein Großteil des Clips vor der Szenerie des nächtlichen Roms spielen würde.

Bereits am Abend zuvor stand ein Auftritt in einer italienischen Fernsehsendung auf dem Programm. Oder besser gesagt: Die Aufzeichnung für eine der po­pulärsten Samstag-Abend-Shows Italiens. Dort würden die Poriomaniacs ebenfalls ihren Song A Little Left of Heaven zum Besten geben.

»Jaja, keine Sorge, das vergess ich nicht, aber jetzt muss ich wirklich los«, grummelte Kyla, befreite sich von Debbie und hastete davon.

Kopfschüttelnd blickte Debbie ihr nach, als sie um die Ecke verschwand. Da steckt doch sicher schon wieder irgendein Kerl dahinter, dachte sie. Typisch Kyla, kaum ins Hotel eingecheckt, schon hat sie wieder irgendwas am Start.

Im Gegensatz zu Stella hasste Kyla Sport über alles. Sie war der festen Überzeugung, die vielen Live-Kon­zerte der Poriomaniacs, bei denen sie sich regel­mäßig bis an die Grenze der Erschöpfung verausgabte, wären Fitnesstraining genug. Stella hingegen ging fast jeden Morgen joggen, stemmte mit hingebungsvoller Leiden­schaft Gewichte und war die Queen aller Ruder­maschi­nen. Von Stellas passiver Sportbegeisterung ganz zu schweigen: Sie ließ sich kaum eine wichtige Fußball­übertragung im Fernsehen entgehen. Einmal kam sie wegen eines Länderspiels der deutschen Nationalmann­schaft, das in die Verlängerung ging, sogar zu spät zu einem Konzert.

Kyla war wie gesagt das genaue Gegenteil. Deshalb überlegte sie auch während der Liftfahrt krampfhaft, was sie im Fitnessraum anstellen sollte. Sie musste ja erst einmal zumindest so tun, als hätte sie den Fitness­bereich aufgesucht, um zu trainieren.

Sobald sie das Objekt ihrer Begierde dann gesichtet hätte zwischen Hanteln, Steppern, Crosstrainern und all den anderen Foltergeräten, die so ein Fitnessraum be­reithielt, würde sie dann einen gezielten Schlacht­plan entwickeln, um mit diesem Traumtypen ins Gespräch zu kommen.

Hoffentlich steht der nicht gerade auf dem Laufband, wenn ich komme, dachte sie und musterte sich kritisch im Spiegel des Fahrstuhls.

Zum Glück hatten Kyla und Stella fast die gleiche Kleidergröße, nur die Schuhe waren ein wenig zu groß, aber das war egal, denn Kyla hatte ja schließlich auch nicht vor, sich ernsthaft sportlich zu betätigen. Das pink-schwarze Top saß schön knapp und ließ ein wenig von Kylas flachem Bauch hervorblitzen, die hautengen Hosen betonten ihre Kurven. Kyla hätte nie gedacht, dass sie sich in Sportklamotten so sexy fühlen könnte. Die langen rotbraunen Haare hatte sie im Nacken zu­sammengedreht und festgesteckt.

Hoffentlich ergab sich schnell eine Gelegenheit, diesen Latin Lover anzubaggern. Nicht, dass sie sich stundenlang mit Spinning beschäftigen müsste. Dann würde sie zwangsläufig ins Schwitzen geraten, das schicke pinke Top würde hässliche Schweißflecken be­kommen und Kyla am Ende gar einen roten Kopf. Nein, nein, sie würde sich einfach ein Paar möglichst leichte Hanteln schnappen, mit denen sie ein wenig herumhantieren könnte. Betonung auf ein wenig.

Sie reckte das Kinn und überprüfte noch ein letztes Mal ihr Make-up im Spiegel. Der Fahrstuhl machte Pling, sie war im Untergeschoss angekommen, jetzt musste sie nur noch das Objekt ihrer Begierde finden.

Auf in den Kampf, dachte sie, atmete noch einmal tief durch und verließ den Aufzug.

Ihre ganzen Überlegungen hätte Kyla sich sparen können: Als sie den Fitnessbereich betrat, sah sie ihn mit einem Handtuch um den Hals an der Bar stehen, wo er sich gerade ein großes Glas Orangensaft munden ließ.

Super, kein Sport, direkt zum Angriff, freute sich Kyla.

Gesagt, getan.

Zielstrebig steuerte sie auf den Traumtypen zu. Er hatte den Kopf weit in den Nacken gelegt, sodass Kyla seinen braungebrannten Hals bewundern konnte. Faszi­niert beobachtete sie, wie sich ein einzelner Schweiß­tropfen aus den langen schwarzen Locken löste und langsam über seine Kehle rann.

Dir würd ich ja zu gern direkt an die Gurgel gehen, dachte sie. Ich hoffe, du bist willig. Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt. Angesichts so viel klassischer männlicher Schönheit konnte man schon mal Goethe zitieren.

Dann machte er es ihr auch noch leicht. Als er seinen Orangensaft geleert hatte und das Glas ab­stellte, erblickte er Kyla und lächelte sie an.

Sehr gut. Willig. Definitiv willig, dachte Kyla, erwiderte das Lächeln und schwang ihren Hintern elegant auf den Barhocker neben dem Schönen.

»Was immer du da gerade hattest, hätte ich auch gern«, eröffnete sie forsch.

Er setzte sein Glas ab und sah sie groß an. Doch be­reits nach wenigen Sekundenbruchteilen zog ein strah­lendes Lächeln über sein Gesicht.

Kyla lächelte zurück und warf sich in Positur, sodass ihr tiefes Dekolleté bestmöglich zur Geltung kam.

»Hello«, sagte der Schöne und intensivierte sein Lächeln, »I'm Alejandro, nice to meet you.«

»Hi, ich bin Kyla-Glädje, aber nenn mich einfach Kyla«, strahlte Kyla zurück. Dann nickte sie zu seinem leeren Glas. »Und? Bekomm ich jetzt einen Drink?«

»Aber selbstverständlich«, antwortete Alejandro und winkte dem Barista.

Wenig später standen zwei frischgepresste Multi­vitamin­säfte vor ihnen auf dem Tresen und sie waren in ein angeregtes Gespräch vertieft.

Es stellte sich heraus, dass Alejandro aus Kolumbien kam, Tennisprofi war und an den zur Zeit im Foro Italico stattfindenden Italian Open teilnahm. Für morgen war sein Drittrundenmatch angesetzt und im hoteleigenen Fitnessraum hatte er gerade ein paar Aufwärmübungen absolviert, bevor er seine tägliche Laufrunde durch den Park der Villa Borghese starten wollte. Doch angesichts so reizender Gesellschaft konnte die Laufrunde natürlich auch noch ein Weil­chen warten.

Kyla berichtete Alejandro selbstverständlich auch von ihrer eigenen Karriere mit den Poriomaniacs - dass demnächst eine neue Single aus ihrer dritten CD Hot & Bothered erscheinen würde und sie nun zu Videoclip­dreh­arbeiten und Promoaktivitäten nach Rom gekom­men waren.

Natürlich dauerte es nicht lange bis gegenseitige Ein­ladungen ausgesprochen wurden: Kyla würde Alejandro am Abend zur Spielerparty begleiten und ihn am nächsten Tag bei seinem Match anfeuern. Dafür würde Alejandro sich den Auftritt der Poriomaniacs bei Star Taxi, der italienischen TV-Show, ansehen.

Schnell tauschten sie noch ihre Handynummern aus, dann musste Alejandro wirklich sein Training fort­setzen, da gerade schon sein Fitness-Coach mit suchendem Blick aufgetaucht war und tadelnd auf die Uhr blickte.

»Jetzt muss ich leider wirklich gehen, sonst be­komme ich Ärger mit Erubiel«, meinte Alejandro, beugte sich vor und verabschiedete sich mit einem Küsschen auf die Wange von Kyla.

Yes, dachte Kyla triumphierend, das läuft ja wie geschmiert!


Great Shot!


Wie von Sinnen stürmte Kyla in Debbies Zimmer.

»Was hat dich denn gebissen?«, grummelte Debbie, die es sich gerade mit einem Buch auf der opulent gepolsterten Couch bequem gemacht hatte und krampf­haft versuchte, die goldlastige Kitsch-Umgebung auszu­blenden.

Kyla warf sich mit Karacho in einen Sessel und fing an, sich die silbernen Sportschuhe auszuziehen.

Alarmiert setzte Debbie sich auf. »Warst du joggen, oder was? Untersteh dich, hier die Schuhe auszuziehen und mir die Bude vollzumüffeln!«

Kyla winkte ab und streifte die Schuhe von den Füssen. »Nix Sport, das ist nur Maskerade!«

Debbie staunte. »Du verkleidest dich mit Sport­klamotten?«

Kyla holte tief Luft und legte los. In größt­möglicher Ausführlichkeit berichtete sie Debbie sämtliche Details ihrer Begegnung mit Alejandro.

»Er sieht einfach fantastisch aus! Und für heute Abend hat er mich zur Players' Party im ChiChi eingeladen, das ist irgend so ein In-Night-Club hier in Rom. Und morgen werde ich mir sein Match bei den Italian Open anschauen - wie wär's, wenn du mit­kommst! Allein ist mir da sicher langweilig ... also während des Matches jetzt ...«

Debbie rümpfte die Nase. »Tennis? Das ist doch wohl nicht dein Ernst? Überhaupt Sport ...«

»Ach komm schon«, quengelte Kyla, »beim Tennis gibt's doch immer so supi tolle VIP-Bereiche, da kann man sich die Wampe vollschlagen und Schampus saufen ... okay, Wampe vollschlagen sollten wir uns vielleicht lieber nicht, sonst sehen wir beim Videodreh aus wie Caligulas Zwillingsschwestern und nicht wie sexy ranke schlanke Vestalinnen, aber Schampus geht ja wohl immer.«

Debbie nickte. »Das ist nun auch wieder wahr ...«

»Und du bekommst so 'n VIP-Bändel ums Hand­gelenk und darfst überall hin!«, unterbrach Kyla sie.

Debbie war schon fast überredet. VIP-Arm­bändchen waren natürlich was Feines, damit konnte man sich schön wichtig machen.

»Außerdem: Wenn ich hier im Hotel keine fünf Minuten nach Ankunft so ein dermaßen scharfes Teil wie Alejo sichte ... Wie sehen denn dann die ganzen anderen Spieler aus? Vielleicht finden wir für dich morgen gleich auch noch einen? Oder vielleicht auch schon heute Abend auf der Party?«

Jetzt war Debbie vollends überzeugt. »Was zieht man denn da an?«, wollte sie von Kyla wissen, erhob sich von der Couch und ging zum Kleiderschrank.

Prüfend musterte sie den Inhalt des vollgepackten Schrankes, in dem sich dicht an dicht die vollen Bügel drängten, sich T-Shirts und Wäsche in den Fächern stapelten und etliche Paar Schuhe den gesamten Boden­raum ausfüllten. »So viel hab ich ja nun nicht dabei für die paar Tage ...«

»Vielleicht noch mal shoppen gehen?«, überlegte Kyla.

»Das, meine Liebe, ist natürlich immer eine sehr gute Idee, lass uns den beiden anderen Bescheid sagen.«

Wenig später trafen sich die Porios gestiefelt und gespornt für den Shopping-Trip in der Hotellobby. Zunächst mussten natürlich noch Myra und Stella von Kyla über Alejandro in Kenntnis gesetzt werden.

Doch auch Myra hatte große Neuigkeiten. »Tommi hat mir gerade erzählt, dass bei der TV-Aufzeichnung morgen Lenny Kravitz dabei sein wird.« Die sonst so ruhige und besonnene Myra kreischte fast vor Begeisterung.

»Wie? Was? Lenny K. in der gleichen Show wie wir?«, schrie Stella.

»Ohmegod, das darf doch nicht wahr sein«, hyper­ventilierte Debbie.

Kyla sah schon fast ihre Felle davonschwimmen. Wie sollte sie mit ihrem sexy südamerikanischen Tennis­profi gegen Lenny Kravitz anstinken?

Sie versuchte es trotzdem. Doch Myra und Stella zeigten Null Interesse an VIP-Karten für das Tennis­turnier. So ein Abend mit Lenny wollte schließlich vor­bereitet sein! Da musste am Outfit, am Make-up, an der Frisur und an der Gesamtausstrahlung gearbeitet wer­den, das konnte dann schon mal den ganzen Tag dauern!

Zum Glück blieb Debbie bei der Stange, die Kon­kurrenz um Lenny war ihr dann doch zu groß, lieber wollte sie bei den Männern, die sich bei den Italian Open tummelten, ihr Glück versuchen.

Als sich die leichte poriomanische Hysterie in Sachen Lenny Kravitz gelegt hatte, wollten die Porios das Hotel verlassen, um mit dem Taxi zum Campo de' Fiori zu fahren.

Doch das Hotel zu verlassen, war leichter geplant als getan. Vor dem Hoteleingang drängten sich Dutzende von Leuten, Blitzlicht gewitterte und mehrere Teenies kreischten wie am Spieß.

Stella zupfte Myra am Ärmel. »Erm, wohnt Lenny auch hier? Hat Tommi was gesagt?« Myra zuckte nur die Schultern.

Vorsichtig schoben die Porios sich aus der Drehtür und drängten sich an die Wand.

Direkt vor ihnen parkte ein dunkler Mercedes, dessen Seite vom Schriftzug der Italian Open geziert wurde und auf dessen Windschutzscheibe die Worte Official Car prangten. Gerade stieg ein junger Mann in weißem Trainingsanzug mit langen dunkelblonden Haaren aus, was dazu führte, dass der Kreischpegel nochmals um mehrere Dezibel anstieg. Sofort wogte die Meute auf den Tennisspieler zu. Drei Sicher­heitskräfte in dunklen Anzügen versuchten, die Menge zurückzu­halten. Doch es sah aus, als würden sie diesen Kampf verlieren. Alle wollten den jungen Mann fotografieren, anfassen, ansprechen, ein Autogramm ergattern ...

Jetzt stieg auch noch ein zweiter, älterer Mann aus dem Wagen, drängelte sich durch die Fans und Journalisten, hievte zwei große schwere Tennistaschen aus dem Kofferraum und eilte ins Hotel. Die drei Securities schlossen einen engen Kreis um den Spieler und drängten ihn ebenfalls Richtung Drehtür. Dabei kamen sie direkt an den Porios vorbei, die nun den Spieler nicht nur von vorne sondern auch noch aus nächster Nähe sehen konnten. Alle vier hielten unwillkürlich die Luft an.

»Wow«, meinte Debbie schließlich. »Habt ihr den gesehen? Ich bin morgen definitiv beim Tennis, Tennis­profis scheinen generell extrem gut auszu­sehen!«

»Das war jetzt aber nicht dein Alejo, oder?«, wandte Myra sich fragend an Kyla. »Sonst müsste ich direkt neidisch werden.«

»Myra, vergiss nicht, du bist in festen Händen«, mischte Stella sich ein. »Außerdem bin ich die Einzige hier in der Band, die sich wirklich für Sport interessiert, also wenn überhaupt, dann ist das meiner!«

»Hey, Moment mal«, protestierte Debbie.

»Davon ganz abgesehen, bin ich auch offensichtlich die Einzige hier, die weiß, wer das gerade war«, meinte Stella und machte genüsslich eine Kunstpause.

»Du weißt, wer das war?«, kreischte Debbie los und machte Anstalten, Stella am Kragen zu packen und zu schütteln.

»Los, raus mit der Sprache«, forderte auch Myra.

Stella ließ sich noch ein wenig bitten, doch dann rückte sie die so heiß begehrte Information raus. »Das war Gianni di Lucca, 19 Jahre jung, aktuell auf Platz 21 der Tennis-Weltrangliste und Italiens große Hoffnung auf einen zukünftigen Spitzenspieler. Viele Experten sehen in ihm einen zukünftigen Grand-Slam-Champi­on. Und zwar in der nicht allzu fernen Zukunft ...«

»Was, erst 19?« Myra ließ enttäuscht die Schultern hängen.

»Die sind aber nicht alle so jung?«, fragte Debbie entsetzt und sah Kyla an.

Die zuckte mit den Achseln. »Also mein Alejo ist 26, alles andere interessiert mich im Moment ehrlich gesagt nicht so sehr.«

»Hui, hast du das gehört?«, fragte Stella und knuffte Myra in die Seite. »Er hat einen Naaaaahamen! Er heißt Alejo - A-le-jo. Und nicht Joe!«

»Kyla, du hast dich doch nicht Hals über Kopf in so einen dahergelaufenen Tennisspieler verkuckt?«, sti­chelte Debbie.

Kyla errötete sanft und winkte ab. »Hört auf zu spinnen! Wenn ihr ihn kennenlernt, werdet ihr schon sehen, dass der Name Joe einfach nicht zu ihm passt!«

Ihre Bandkolleginnen konnten sich angesichts dieser Aussage das kollektive Grinsen nicht verkneifen.

Kyla war dafür bekannt, dass sie ihre Groupies - von denen es in den vergangenen Jahren wahre Heer­scharen gegeben hatte - immer alle nur Joe nannte. Der Einfach­heit halber. Oder wie Kyla so schön sagte: Was soll ich mir Namen von Typen merken, die ich nie wiedersehen werde?

Montag, 10. Juni 2013

The Poriomaniacs - Rome Eternal - Das Cover!

Und hier ist es endlich:


Der Veröffentlichungstermin steht noch nicht fest, der dritte Fall für die Porios befindet sich gerade in der Endkorrektur.

Hier schonmal der Buchrückentext:


Debbie und Kyla weilen mit ihrer All-Girl-Rockband The Poriomaniacs in der Ewigen Stadt, um einen Videoclip für ihre neue Single zu drehen. Doch Arbeit ist bekanntlich nur das halbe Leben. Die andere Hälfte wird höchst angenehm mit ausgedehnten Shoppingtouren, Fressorgien, einem TV-Auftritt mit Lenny Kravitz und VIP-Treatment bei den Italian Open verbracht. Doch dann sehen die Poriomaniacs sich mit dem plötzlichen Tod eines jungen aufstrebenden Tennisstars konfrontiert … und setzen alles daran, die Hintergründe dieses mysteriösen Todesfalls aufzudecken.

Rome Eternal wird zeitgleich als Taschenbuch und als e-Book erscheinen, die erste Leseprobe kommt in den nächsten Tagen!

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Gelesen: Walküre von Craig Russell


Ein neuer Fall für Jan Fabel: Ein alternder Rockstar wird in der Nähe der Hamburger Herbertstraße fachmännisch aufgeschlitzt. Bevor er seinen letzten Atemzug tut, kann er noch weitergeben, was ihm seine Mörderin aufgetragen hat: Der Engel hat ihn auf dem Gewissen.

Dem Engel von St. Pauli waren vor vielen Jahren eine ganze Reihe von Morden zugeschrieben worden, doch der Engel konnte nie gefasst werden. Ist der Engel zurück? Oder handelt es sich um einen Nachahmungstäter? Und was für Verbindungen hat dieser Mord nach Dänemark und in die ehemalige DDR?

Gewohnt spannend und mit viel Hamburger Lokalkolorit. Nachdem mir Carneval nicht so gut gefallen hatte, hat mich Walküre wieder voll überzeugt.

Dienstag, 9. Oktober 2012

Leseprobe aus Dead in Dornbirn



»Hier möchte ich ja nicht tot annen Zaun genagelt sein«, motzte
Debbie.
»Was zum Teufel ist das?«, schlug Kyla in die gleiche Kerbe. Der Tourbus
der Poriomaniacs rollte langsam um das Gebäude und kam zum Stehen. Bei dem
Gebäude handelte es sich um den Schauplatz des heutigen Konzertes, den
Prachtclub Conrad Sohm. Und dessen idyllische Lage, mitten im Wald, ein
paar Kilometer außerhalb des pittoresken Städtchens Dornbirn, war momentan
der Stein poriomanischen Anstoßes.
»Was sollen wir denn bitte hier? Das ist ja voll in der Wallachei hier!«
Kyla begann, sich ernsthaft zu ereifern.
»Vielleicht ein Konzi für Waldschrate und Wolpertinger geben - schließlich
ist heute Halloween?«, spann Debbie den Faden weiter.
Zwei wütende Augenpaare richteten sich auf Tommi, den Tourmanager.
»Wenn das drinnen genauso nett ist wie von außen, spiel ich heut nur
Triangel«, schnappte Debbie und hüpfte Richtung Bustür, um eine erste
Ortsbegehung vorzunehmen. Kyla schleuderte noch einen hasserfüllten Blick
gen Tommi, der lieber keinen Kommentar abgab, und folgte Debbie wortlos.
Mittlerweile hatte Kurti, der Busfahrer, den Kofferraum geöffnet und der
größte Teil von Debbie befand sich in ebendiesem, auf der Suche nach ihrem
Trolley. Immer noch in Brast fetzte sie auf den Eingang des Clubs zu, ihr
Gepäck holperte so heftig hinter ihr her, dass die Räder förmlich Funken
schlugen. Mit Banalitäten wie Gepäck-Selber-Reintragen gab sich Kyla gar
nicht erst ab, schlug den Mantelkragen hoch und stolzierte hinter Debbie
her. Gemeinsam betraten sie den Vorraum - oder den Vorhof zur Hölle? Rechts
ein Tapeziertisch, der offensichtlich die Abendkasse darstellen sollte,
geradeaus ein hufeisenförmiger Bartresen, links daneben die Flügeltür, die
in den Bühnenraum führte. Und vor dieser Tür, die Augen bereits leuchtend
in freudiger Erwartung, kühles Bier fest in der Hand: Bruno!
»Ohmeingottderschonwieder!«, raunte Debbie.
Kyla blieb fast die Spucke weg. »Was macht denn der in Österreich?
Kontrollieren die gar nicht mehr an der Grenze?«
»Frach mich nich«, flüsterte Debbie zurück und setzte dann schnell ihr
süßestes falsches Lächeln auf. Mit einem flüchtigen Hi Bruno drängelte sie
sich schleunigst an ihrem selbstproklamierten Fan Nummer Eins vorbei.
»Hallo, wie geht's euch beiden?«, schmetterte Bruno begeistert.
»Frag mich inner Minute nochmal«, grummelte Kyla und quetschte sich hinter
Debbie durch die Flügeltür, kurz bevor diese zuschlug.
Sofort schimpfte Debbie los wie ein Rohrspatz.
»Mir reicht's echt langsam! Egal, wo wir auch auftreten, sogar in fucking
Austria mitten im Wald - Bruno ist schon da und steht sabbernd vor der
Tür!«
Einige der Crewmitglieder, die bereits vor der Band eingetroffen waren, um
mit dem Aufbau zu beginnen, blickten leicht erschrocken ob des lauten
Ausbruchs von ihrer Arbeit auf.
»Und wo sind die fucking Dressing Rooms in diesem Shithole?«, blaffte
Debbie in Richtung ihres Gitarrentechnikers Lorzi. Der sagte lieber gleich
gar nichts, die Anfälle seiner Chefin waren ihm ja schließlich nichts
Neues, sondern deutete nur stumm auf eine Tür rechts neben der Bühne.
Im Vorbeilaufen warf Kyla einen flüchtigen Blick auf die Bühne.
»Na toll! Ich hab schon Schulaulas mit größeren Bühnen gesehen. Wie sollen
wir denn da alle draufpassen?«
»Und ich wette, JEDE Schule hat bessere Umkleideräume als das, was uns dort
oben erwartet«, orakelte Debbie, während sie finster die schmale
Steintreppe hinaufspähte, die hinter der Tür lag.
Die schlimmsten poriomanischen Befürchtungen wurden noch übertroffen: Ein
langer, schmaler, flurähnlicher Raum, an dessen rechter Seite ein Büffet
aufgebaut war und auf dessen linker Seite zwei Türen zu zwei winzigen
Räumen führten, in denen sich außer je einem Sofa nicht viel mehr befand.
Kyla rümpfte das Näschen. »Supi. Und wo sind hier die Duschen?«
»Duschn hamma leida koane do herin«, erschreckte sie eine dröhnende Stimme
mit starker bairischer Färbung aus dem Hinterhalt. Ein fröhlicher, leicht
bauerntrampeliger Clubmitarbeiter freute sich offensichtlich fast ein Loch
in den Bauch, dass er den Poriomaniacs mit dieser tollen Information
weiterhelfen konnte. Zumindest strahlte er über sämtliche roten
Apfelbäckchen.
»Midm Duschn nachm Konzert miassads dann hoid wartn, bisz wieda im Hodej
seids. Aba vorher bleibds hoffendle no a weng zu unsrer zümpfdigen
Halloween Aftershow-Party. Alle meine Spez'n kumma nemle heid omnds.« Er
streckte eine seiner Pranken zwecks Handshake aus. »I bin übrigens da Sepp,
da Facility Manager.«
Beide Porios starrten wie versteinert den Herrn Hausmeister entgeistert an,
dann drehten sie sich wie einstudiert gleichzeitig zur Tür um, öffneten
ebenso synchron die Münder und brüllten durchdringendst im Chor
»TOOOMMIIIII!«.
Nachdem Tommi ordentlich die Meinung gegeigt worden war - inklusive leerer
Drohungen à la Wenn sowas nochmal vorkommt, cancel ich die Tour! (Debbie),
Ich spiel heut nur Triangel! (Debbie) und Tommi, passemauff! (Kyla) -
besorgte Myra, die immer ruhige und besonnene Leadgitarristin der
Poriomaniacs, erstmal eine große Kanne heißen Tee.
Nachdem sie Debbie, Kyla, Stella, der Drummerin, und sich selbst je einen
Becher eingegossen hatte, schnappte sich Myra ihren Tee und ging zur Tür.
»Alex holt grad meine Gitarren rein, da muss ich dabei sein.« Sprach's und
entschwand.
Kyla rührte Milch in ihr Teechen. »Dass die aber auch immer alle Gitarren
mitschleppt, die sie überhaupt besitzt.«
»Wieso? Sind halt ihre Babies«, meinte Debbie.
»Na, dass du das verstehst, war mir klar. Du trägst ja auch Dutzende
Guitars mit dir rum für das bisschen Rhythmus, das du spielst«, gab Kyla
zurück.
»Hey!«, verteidigte sich Debbie. »Ich brauch die alle! Und gegen Myra bin
ich ja wohl harmlos! Die kauft ja auch noch in jeder Stadt mindestens eine
Neue dazu!«
Während sie sich ereiferte, zog sie einen eleganten silbernen Flachmann aus
der Jackentasche und kippte einen äußerst großzügigen Schuss einer grünen
Flüssigkeit in ihren Tee.
Kyla schüttelte sich. »Wie kannst du bloß das Zeug saufen!«
Groß blickte Debbie sie über den Rand ihres Teebechers an. »Wieso? Das ist
der gute 70%ige. Absinth aus Tschechien - der putzt mir den Rachen durch,
da kann ich besser singen!«

Donnerstag, 20. September 2012

Mittwoch, 19. September 2012

Spanisch lernen mit Janet Evanovich

Ich bin keine Freundin von tumbem Vokabel- und Grammatikauswendiglernen – das bringt eh nix. Am besten lernt man eine Fremdsprache, indem man so weit wie möglich in diese “eintaucht”, also am besten im Land selbst. Wenn es aber gerade nicht möglich ist, in Madrid die Gran Via entlang zu schlendern oder in Buenos Aires mit Straßenhändlern zu feilschen, sind ein spanischsprachiger Spielfilm oder ein Roman die nächstbesten Optionen. So machte ich es mir heute mit “Sobre La Pista” von Janet Evanovich und einem gut gespitzten Bleistift auf meinem Balkon bequem, da es mal wieder höchste Zeit ist, mein Spanisch aufzufrischen. Das letzte Mal, dass ich mich mit jemandem auf Spanisch unterhalten habe, ist auch schon wieder fast drei Monate her … Der Bleistift durfte mit auf den Balkon, um Wörter, die ich nachschlagen will, oder Begriffe, die mir besonders gut gefallen und die ich mir merken will, zu unterstreichen. Dank der relativ kurzen und schlichten, alltagssprachlichen Sätze ist es kein Problem dem Plot des Krimis zu folgen. Langweilig wird einem bei Stephanie Plum-Romanen sowieso nicht – beste Voraussetzungen also, um dranzubleiben. Dieses Buch wandert garantiert nicht nach drei bis vier mühsam zusammen buchstabierten Seiten für immer in die oberste Regalecke. Natürlich bleibt es bei einem Kriminalroman mit einer Kopfgeldjägerin (cazarrecompensas) als Protagonistin nicht aus, dass man auch etliche nicht ganz alltagstaugliche Begriffe kennenlernt. Doch im großen und ganzen findet man bei der Lektüre eines Krimis viele für einen Small Talk bestens geeignete Ausdrücke. Und die ein oder andere nützliche Verbform bleibt vielleicht auch noch hängen. Allerdings hoffe ich, dass ich den Begriff pistola de descargas eléctricas nie im echten Leben brauchen werde.

Samstag, 25. August 2012

The Poriomaniacs - Wicked Weimar


The Poriomaniacs - Wicked Weimar
 
ISBN 978-3-8370-5433-0
 
Eigentlich wollten sich Debbie und Kyla, Sängerinnen der Rockband THE PORIOMANIACS, vor Beginn ihrer Tournee noch ein wenig entspannen. Doch mit dem geplanten Kulturgenuss im Klassikerstädtchen Weimar ist es schnell vorbei: Kyla erlebt ungeahnte Kreativitätsschübe, Debbie verliert ihr Herz, Tourmanager Tommi fast die Contenance und dann verliert auch noch jemand sein Leben ...
 
Bis das Konzert im Weimarer Congress Centrum endlich über die Bühne gehen kann, fließt noch viel Wasser die Ilm hinab, und die Poriomaniacs haben alle Hände voll zu tun: Heimliche Rendezvous an ausgefallenen Orten, akribische Detektivarbeit und eine nächtliche Mörderjagd in High Heels.