Donnerstag, 17. März 2016
Lieblingsbuchläden: Word on the Water, London
In der Reihe meiner Lieblingsbuchläden darf natürlich Word on the Water auf gar keinen Fall fehlen! Denn bei Word on the Water handelt es sich nicht um einen Laden im eigentlichen Sinne, sondern um Londons einzigen schwimmenden Buchhändler!
Word on the Water ist auf einem Hausboot untergebracht, das an verschiedenen Stellen Londons ankert und Secondhand-Bücher verkauft. Einen festen Liegeplatz hat Londons Bookbarge zurzeit leider nicht, aber ich hoffe sehr, dass sich das in näherer Zukunft ändern wird.
Die Fotos habe ich aufgenommen, als Word on the Water längere Zeit am Kanal hinter dem Bahnhof Paddington vor Anker lag.
Was ich gekauft habe? Passenderweise ein Exemplar von Ben Aaronovitchs Rivers of London! Das passte so gut, das musste einfach mit!
Wer jetzt beim nächsten Londonbesuch auch einmal in den Beständen von Word on the Water stöbern möchte, kann den aktuellen Standort auf der Facebook-Seite der London Bookbarge herausfinden: https://www.facebook.com/wordonthewater
Donnerstag, 10. März 2016
Rezension und Buchverlosung: Auferstanden von den Toten von Martha Grimes
Zwei Jahre nach dem mysteriösen Verschwinden der 15-jährigen Nell und ihres Pferdes glaubt nur noch Nells Vater, dass sie noch am Leben ist. Inspektor Jury und sein Freund Melrose Plant nehmen sich der Sache an …
Für mich war Auferstanden von den Toten eher ein Familienroman als ein Krimi. So richtig Spannung kam für mich nie auf, teilweise verlief sich Martha Grimes für meinen Geschmack zu sehr in Nebenhandlungen, die nicht wirklich etwas mit der Hauptstory zu tun hatten. Gut für das Erzähltempo war das natürlich ganz und gar nicht …
Die ersten Bücher der Reihe um Inspektor Jury habe ich geliebt, aber Auferstanden von den Toten wird für mich wohl der letzte Band bleiben. Martha Grimes gelingt es zwar wieder, den Schauplatz im ländlichen England sehr atmosphärisch darzustellen, aber insgesamt war mir die Story einfach zu verquast und undurchsichtig. Selbst ganz am Schluss wusste ich nicht, was wirklich Sache war.
Nach der Lektüre hätte ich zwar wirklich Lust auf einen Ausflug nach Cambridgeshire gehabt, aber leider nicht mehr auf weitere Inspektor-Jury-Krimis. Vielleicht sollte ich einfach mit Band eins ganz von vorne anfangen und die Bände, die mir gefallen haben, noch einmal lesen. The Dirty Duck zum Beispiel … Den Krimi, der mich dazu brachte, in Stratford-upon-Avon nach ganz genau DEM Pub zu suchen.
BUCHVERLOSUNG
Ich verlose ein Exemplar der gebundenen Ausgabe von Auferstanden von den Toten. Alle, die sich ab heute (10. März 2016) bis zum 23. März 2016 (Mitternacht) für meinen Newsletter anmelden, nehmen an der Verlosung teil.
Hier geht's zur Anmeldung: KLICK
Du hast dich schon längst für meinen Newsletter eingetragen, willst aber trotzdem mitmachen? Dann sende bitte eine E-Mail mit dem Betreff „Verlosung: Auferstanden von den Toten“ an [poriomaniacs AT 2diefor DOT com]
Das Kleingedruckte:
Natürlich ist bei dieser Verlosung der Rechtsweg ausgeschlossen und der Gewinn kann nicht bar ausgezahlt werden. Der Gewinner wird am 24. März 2016 ausgelost und per E-Mail benachrichtigt. Das Buch wird nach Mitteilung der Adresse des Gewinners per Post versandt. Mit der Teilnahme wird mein E-Mail-Newsletter abonniert, der aber nicht allzu häufig (zurzeit vierteljährlich) erscheint und über Neuerscheinungen, Gewinnspiele und ähnliches informiert. Natürlich kann der Newsletter jederzeit abbestellt werden. Die für das Gewinnspiel gemachten Angaben (Name und E-Mail-Adresse) werden nur für das Gewinnspiel und die Newsletter-Zusendung verwendet.
Donnerstag, 3. März 2016
Ausstellung: Alice in Wonderland, British Library, London
Lewis Carrolls berühmtes Buch Alice’s Adventures in Wonderland wurde erstmals 1865 veröffentlicht. Anlässlich des 150jährigen Jubiläums der Veröffentlichung veranstaltet die British Library eine kleine Ausstellung.
Zu sehen sind zahlreiche verschiedene Ausgaben von Alice im Wunderland und dem Folgeband Through the Looking Glas sowie Illustrationen zahlreicher bekannter Künstler, vom Zeichner der Originalausgabe bis hin zu Salvador Dalí. Auch Filmausschnitte und andere von Alice inspirierte Gegenstände, z. B. Figurinen, Werbung für Guinness und ein Puzzle, sind zu bewundern.
Am besten gefiel mir der Monitor, auf dem man das Buch durchblättern konnte, in dem Lewis Carroll die Geschichte von Alice handschriftlich und eigenhändig illustriert als Weihnachtsgeschenk für Alice Lidell erstmalig auf Papier festhielt.
Natürlich erfährt man auch viel über die Entstehungsgeschichte von Alice im Wunderland. Wie Carroll die Story erstmalig an einem »goldenen Nachmittag« im Jahre 1862 Alice Liddell und ihren Schwestern bei einem Ausflug erzählte, wie ihn Freunde drängten, die Geschichte zu veröffentlichen und wie geschäftstüchtig er mit den Rechten an seinem Werk umging.
So war er bei der Gestaltung des Buchs involviert, suchte die ersten Übersetzer selbst aus und autorisierte etliche musikalische Werke, die auf Alice im Wunderland basierten. Auch gab es sogar damals schon »Alice-Memorabilia«, z. B. eine Aufbewahrungsbox für Briefmarken mit einem Motiv aus dem Buch.
Die kleine aber feine Ausstellung gibt insgesamt einen guten Gesamtüberblick über Alice im Wunderland von Anfang bis heute. Zudem gibt es einen Pop-up-Shop, in dem man alle möglichen Gegenstände mit »Alice-Thema« kaufen kann - Lewis Carroll wäre sicher begeistert gewesen.
Alice in Wonderland ist noch bis zum 16. April 2016 in der Eingangshalle der British Library in London zu sehen.
Montag, 29. Februar 2016
From Fiction to Fact: Jimi-Hendrix-Museum in London
»Wusstet ihr, dass Jimi Hendrix hier in London kurzzeitig eine Wohnung hatte, die direkt neben dem früheren Haus von Georg Friedrich Händel lag?«
Aus: Tin Pan Alley
Und in genau dieser Wohnung eröffnete am 10. Februar 2016 das Londoner Jimi-Hendrix-Museum. Die Eintrittskarten für den ersten Tag waren bereits vorab ausverkauft und die Presse berichtete ausführlich (siehe Foto).
Dabei gab es Schlagzeilen wie »How to Handel your Hendrix« in Anspielung auf die - durch ein paar Jahrhunderte getrennten - musikalischen Nachbarn. Die einzelnen Artikel schienen auch fast in einem Wettstreit zu stehen, wer die seltsamsten Fakten und Anekdoten über Jimi Hendrix zusammentragen kann. Oder wusste schon irgendjemand, dass Hendrix gerne Monopoly spielte? Dass sein Vater dachte, es wäre »Teufelswerk«, dass Jimi Linkshänder war? Dass Jimi Kissen und Vorhänge für seine Wohnung ganz spießig bei John Lewis (einem Kaufhaus in der nahen Oxford Street) kaufte? Oder dass er behauptete, er hätte Händels Geist gesehen? Angeblich beschrieb er ihn als »einen alten Typen im Nachthemd und mit einem grauen Pferdeschwanz«.
Die Wohnung wurde für insgesamt 2,4 Millionen Pfund renoviert und ausgestattet. Da Hendrix oft Interviews in seiner Wohnung gab, existieren zahlreiche Fotos anhand derer die Einrichtung rekonstruiert werden konnte. Bis hin zu Details wie dem besagten Monopoly-Spiel, einem alten Bang und Olufsen-Plattenspieler und einem Songbook mit Bob Dylan-Songs. Gegenstände, die nicht käuflich erworben werden konnten, wurden extra angefertigt, um dem Original so nah wie möglich zu kommen.
Und zum Schluss noch ein finanzielles Kuriosum: Hendrix zahlte Ende der 60er Jahre dreißig Pfund Miete die Woche - heute kostet der Eintritt ins Museum zehn Pfund.
Neben dem regulären Museumsbetrieb finden auch regelmäßig Veranstaltungen wie Vorträge und Konzerte statt. Mehr Informationen unter handelhendrix.org
Aus: Tin Pan Alley
Und in genau dieser Wohnung eröffnete am 10. Februar 2016 das Londoner Jimi-Hendrix-Museum. Die Eintrittskarten für den ersten Tag waren bereits vorab ausverkauft und die Presse berichtete ausführlich (siehe Foto).
Dabei gab es Schlagzeilen wie »How to Handel your Hendrix« in Anspielung auf die - durch ein paar Jahrhunderte getrennten - musikalischen Nachbarn. Die einzelnen Artikel schienen auch fast in einem Wettstreit zu stehen, wer die seltsamsten Fakten und Anekdoten über Jimi Hendrix zusammentragen kann. Oder wusste schon irgendjemand, dass Hendrix gerne Monopoly spielte? Dass sein Vater dachte, es wäre »Teufelswerk«, dass Jimi Linkshänder war? Dass Jimi Kissen und Vorhänge für seine Wohnung ganz spießig bei John Lewis (einem Kaufhaus in der nahen Oxford Street) kaufte? Oder dass er behauptete, er hätte Händels Geist gesehen? Angeblich beschrieb er ihn als »einen alten Typen im Nachthemd und mit einem grauen Pferdeschwanz«.
Die Wohnung wurde für insgesamt 2,4 Millionen Pfund renoviert und ausgestattet. Da Hendrix oft Interviews in seiner Wohnung gab, existieren zahlreiche Fotos anhand derer die Einrichtung rekonstruiert werden konnte. Bis hin zu Details wie dem besagten Monopoly-Spiel, einem alten Bang und Olufsen-Plattenspieler und einem Songbook mit Bob Dylan-Songs. Gegenstände, die nicht käuflich erworben werden konnten, wurden extra angefertigt, um dem Original so nah wie möglich zu kommen.
Und zum Schluss noch ein finanzielles Kuriosum: Hendrix zahlte Ende der 60er Jahre dreißig Pfund Miete die Woche - heute kostet der Eintritt ins Museum zehn Pfund.
Neben dem regulären Museumsbetrieb finden auch regelmäßig Veranstaltungen wie Vorträge und Konzerte statt. Mehr Informationen unter handelhendrix.org
Donnerstag, 25. Februar 2016
Rezension und Verlosung: Totengleich von Tana French
Die junge Polizistin Cassandra »Cassie« Maddox ist wie vor den Kopf geschlagen als eine Tote gefunden wird, die ihr wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Cassie nimmt die Ermittlungen auf und fördert unglaubliche Dinge zutage.
Mehr möchte ich von der Story absolut nicht verraten, denn es lohnt sich wirklich, Totengleich trotz seiner Länge von Anfang bis Ende selbst zu entdecken. Ja, Tana Frenchs Erzählweise ist sehr ausführlich, manchmal sogar fast ein wenig ausschweifend, etwas, was ich eigentlich gar nicht mag. Aber bei Totengleich hat es mich nicht gestört und das will was heißen.
Ich fand die Story und wie sich Cassie immer tiefer in Dinge verstrickt, die ihr über den Kopf zu wachsen drohen, so faszinierend, dass ich Totengleich in kürzester Zeit ausgelesen hatte.
Seitdem habe ich auch noch einige andere Bücher der Autorin gelesen, die alle nicht schlecht waren, aber an Totengleich kam bislang keines davon heran.
Ich verlose ein Exemplar des Taschenbuches von Totengleich (Achtung, es handelt sich um mein eigenes Exemplar, das jedoch nur ein Mal gelesen und dabei äußerst pfleglich behandelt wurde!).
Alle, die sich ab heute, 25. Februar 2016, bis zum 09. März 2016 (Mitternacht) für meinen Newsletter anmelden, nehmen an der Verlosung teil.
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Das Kleingedruckte:
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Donnerstag, 18. Februar 2016
Lieblingsbuchläden: Libros del Pasaje, Buenos Aires
Im malerischen Palermo, in Laufweite zur Plaza Italia, lädt Libros del Pasaje hinter knallroter Fassade zum stilvollen Bücherkauf ein.
Während die Mitarbeiter hohe Bibliotheksleitern erklimmen, um Bücher aus den obersten Fächern der Holzregale zu holen, vergnügt sich der Nachwuchs der Kundschaft in der großen Kinderbuchabteilung mit Spielmöglichkeiten.
Aus dem breitgefächerten Angebot ragt insbesondere die gut sortierte Abteilung mit Kunstbüchern heraus. Aber als ich einmal das dringende Bedürfnis hatte, einen spanischsprachigen Thriller zu erwerben (was tut man nicht alles, um seine Sprachkenntnisse aufzufrischen!), wurde ich bei Libros del Pasaje auch fündig.
Im eigenen Café der Buchhandlung kann man dann bei einer Tasse Kaffee unverzüglich mit der Lektüre seiner Neuerwerbungen beginnen.
Mittwoch, 10. Februar 2016
Rezension und Buchverlosung: Die Lebenden und die Toten von Nele Neuhaus
Endlich Urlaub: Pia Kirchhoff plant einen Trip auf die Galapagosinseln. Kurz vor ihrer Abreise wird eine ältere Dame erschossen, die ihren Hund ausführt. Pias Chef, Oliver von Bodenstein, bittet Pia auszuhelfen, da einige Kollegen krank sind.
Als dann wenig später ein zweiter Mord geschieht, offenbar vom gleichen Täter begangen, sieht sich Pia der Frage gegenüber, was wichtiger ist: Urlaub oder Job?
Die ersten ca. 130 Seiten fand ich, dass die Story (trotz reichlich Leichen) ein wenig vor sich hinplätscherte. Dann fand das Ermittlerteam einen möglichen Zusammenhang zwischen den Morden und die Geschichte nahm an Fahrt auf - ebenso die Spannung.
Leider hielt die Spannung für mich nicht an, zu viele Personen sind in diesem Krimi unterwegs, zu viele - zwar schlussendlich zusammengehörende - Erzählstränge, das uferte einfach zu sehr aus. Der Erzählstil war mir teilweise auch ein wenig zu ausführlich und zu ausgeschmückt. Oft stellte ich mir die Frage »Muss ich das wirklich alles wissen?«
Den Ermittlern ging es aber ähnlich wie mir, findet sich doch im Buch auf Seite 507 (von 550) der Dialog:
»Gibt es irgendetwas, was ich tun kann?«, fragte sie.
»Ja«, antwortete Bodenstein trocken. »Den Überblick behalten. Denn ich glaube, den habe ich mittlerweile verloren.«
Ich persönlich hätte mir für dieses Buch eine Art »Stammbaum« mit allen Personen zulegen müssen, denn die Frage »Wer war jetzt das nochmal?« stellte ich mir auch öfters.
Die Lebenden und die Toten ist für mich zwar ein solider Krimi, hat meiner Ansicht nach aber so seine Längen.
Ich verlose ein Exemplar der gebundenen Ausgabe von Die Lebenden und die Toten (Achtung, es handelt sich um mein eigenes Exemplar, das jedoch nur ein Mal gelesen und dabei äußerst pfleglich behandelt wurde!).
Alle, die sich ab heute, 10. Februar 2016, bis zum 24. Februar 2016 (Mitternacht) für meinen Newsletter anmelden, nehmen an der Verlosung teil.
Hier geht's zur Anmeldung: KLICK
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Das Kleingedruckte:
Natürlich ist bei dieser Verlosung der Rechtsweg ausgeschlossen und der Gewinn kann nicht bar ausgezahlt werden. Der Gewinner wird am 11. Februar 2016 ausgelost und per E-Mail benachrichtigt. Das Buch wird nach Mitteilung der Adresse des Gewinners per Post versandt. Mit der Teilnahme wird mein E-Mail-Newsletter abonniert, der aber nicht allzu häufig (zurzeit vierteljährlich) erscheint und über Neuerscheinungen, Gewinnspiele und ähnliches informiert. Natürlich kann der Newsletter jederzeit abbestellt werden. Die für das Gewinnspiel gemachten Angaben (Name und E-Mail-Adresse) werden nur für das Gewinnspiel und die Newsletter-Zusendung verwendet.
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