Heute wollte Schreibwahnsinn wissen, ob ich mit Charakterbögen arbeite.
Jein. Ich benutze keine festgelegten oder gar tabellenartigen Formulare, aber natürlich mache ich mir vor und während des Schreibens Notizen zu meinen Charakteren.
In der Regel schreibe ich alle Infos und Ideen zu meinen Personen auf je ein DinA4-Blatt. Für Debbie, Kyla, Myra und Stella reicht ein Blatt natürlich schon lange nicht mehr. Für die Poriomaniacs habe ich drei kleine Notizbücher (siehe Bild): eins für Debbie, eins für Kyla und Myra und Stella teilen sich das dritte.
Neben den Charakterbeschreibungen kommen auch wichtige Szenen oder Dialogteile in diese Notizbücher, damit es ja nie zu groben Widersprüchen oder Logikfehlern im nächsten Band kommt.
Und ich gestehe: Ja, ich muss verdammt oft nachschauen, wer nochmal welche Augenfarbe hatte ...
Die heutige Frage von paperthin kann ich ganz kurz und schmerzlos beantworten: Besuchst du die Frankfurter Buchmesse 2013?
Nein.
Montag, 30. September 2013
Sonntag, 29. September 2013
Meine Woche in Büchern - 29.09.2013
Gelesen:
Bodentief enttäuscht war ich von The Vanishing Point von Val
McDermid. Erst war es ein echter Pageturner: erstklassig geschrieben und sehr
spannend. Aber dieser Plot … Erst waren es nur Kleinigkeiten, die mich störten.
Die verdrängte ich einfach mal. Doch dann ging es an die Auflösung … Wie kann
jemand wie Val McDermid nur einen derart vermurksten Plot fabrizieren? Davon,
dass am Schluss die Hauptpersonen teilweise komplett irrational handeln bzw.
urplötzlich ganz andere Charakterzüge zeigen als zuvor, ganz zu schweigen. Nee,
das war nix - außer sehr, sehr ärgerlich.
Nicht ärgerlich war Scot on the Rocks von Brenda Janowitz.
Ein netter Chick-Lit-Roman von der Sorte "Protagonistin heult ihrem Ex
hinterher und merkt erst als es schon fast zu spät ist, dass ihr bester Freund
doch viel besser zu ihr passt". Nichts Besonderes, aber locker und
interessant geschrieben.
Gewohnt lustig war Wladimir Kaminers neuestes Buch Diesseits
von Eden. Vielleicht fanden sich ein paar weniger Highlights als in früheren
Werken, aber es gab genug zu lachen. Und vor allem kenn ich mich jetzt mit
Meerrettich aus und weiß um die Bedeutung von "Hupen und
weiterfahren!".
Außerdem las ich noch eine eBook-Kurzgeschichte: Kindle
Killer von Liv Olson war sehr spannend geschrieben und wartete am Schluß mit
einem fiesen, unerwarteten Twist auf.
Gehört:
Ruth Rendells Not in the Flesh beendet. Wie bereits letzte
Woche angedeutet: Toll gelesen, aber dieses Buch … Mir ist absolut
schleierhaft, wie Ruth Rendell es geschafft hat, ein dermassen langweiliges
Buch zu verfassen.
Geschrieben:
In der vergangenen Woche habe ich die meiste Zeit mit
Plotten verbracht und relativ wenig neue Wörter zu Papier gebracht. Eigentlich
habe ich nur während der Schreibnacht wirklich geschrieben (s. letzter Post),
den Rest meiner Schreibzeit habe ich mit Nachdenken und Recherche verbracht.
Samstag, 28. September 2013
4. Gemeinsame Schreibnacht
Gestern war mal wieder eine Gemeinsame Schreibnacht
angesagt. Ich ergriff diese Gelegenheit, um ernsthaft mit dem Schreiben meiner
neuen Novelle zu beginnen. Eine detaillierte Outline hatte ich schon
handschriftlich verfasst und Donnerstagabend fein säuberlich abgetippt und
ergänzt, damit ich Freitag um 20 h startklar bin.
Von den Wordcounts der letzten Male war ich gestern weit
entfernt, ich brauche so ganz am Anfang einer neuen Geschichte einfach noch
viel Zeit, um mit meinen Charakteren und dem Plot warm zu werden. Außerdem
musste ich auch noch ganz dringend eine Bildersuche nach ukrainischen
Ostereiern starten. Nein, nicht zum Vergnügen, das war extrem wichtige
Recherchearbeit!
Insgesamt brachte ich es dann aber bis kurz vor 3 h doch auf
1.134 Wörter. Nicht schlecht für den Anfang!
Hinzu kamen ca. 300 Wörter handschriftliche Notizen für ein
anderes Projekt.
Wie immer gab es auch in dieser Schreibnacht wieder zu jeder
vollen Stunde Fragen bzw. Aufgaben, gestellt von Jennifer Jäger und Nina Marin,
die gestern die Organisation übernahmen.
1. Etappe: Wie hast du den/die (Haupt)Protagonist/in deines
aktuellen Werkes kennengelernt?
Tatsächlich kennengelernt habe ich zwei meiner Nebenfiguren,
als sie mich vergangenen Februar in einem Park in Buenos Aires ansprachen. Da
ich die beiden so skurril fand, dass ich sie einfach in eine Story einbauen
MUSS, dachte ich mir dann in einigen intensiven Brainstorming-Sessions den Plot
und alle anderen Figuren aus :)
Wordcount: 331 Wörter
2. Etappe: Wenn du eine deiner Buchfiguren umbringen
müsstest - wen würde es treffen?
Oleksandr und/oder Sergey - bis jetzt wird nur einer von den
beiden mit einem Elektroschocker traktiert, über den Einsatz von Tabasco denke
ich noch nach.
Wordcount: 245 Wörter
3. Etappe: Wann hat dein/e Protagonist/in Geburtstag?
Verhält er/sie sich sternzeichentypisch?
Astrologie ist so gar nicht meins! Kommt also in meiner
Story auch nicht vor!
Wordcount: 494 Wörter
4. Etappe: Was wäre der größte Alptraum deines/deiner Protagonist/in?
Dass der altmodische Fahrstuhl in ihrem aus den 1920er
Jahren stammenden Apartmenthaus steckenbleibt oder gar abstürzt.
Kein Wordcount für die 4. Etappe, "nur"
handschriftliche Notizen für BRH (grob geschätzt 150 Wörter).
5. Etappe: Einer deiner männlichen Protagonisten bekommt ein
ziemlich eindeutiges Angebot von einer wunderschönen jungen Frau. Wie reagiert
er?
Mit argentinischer Begeisterung :)
Weitere handschriftliche Notizen für BRH, nochmal ca. 150
Wörter.
6. Etappe: Welche Eigenschaft kann dein/e Protagonist/in an
anderen Personen gar nicht ausstehen?
Hm, soweit bin ich noch nicht. Sie mag aber auf jeden Fall
keine Gauner, die sich als Missionare ausgeben.
Wordcount: 64 Wörter (plus Notizen)
Gegen halb 3 h schwächelte ich dann doch ziemlich und sehnte
mich nach meinem warmen Bett. Ich schrieb noch 64 Wörter, machte mir ein paar
Notizen und verabschiedete mich von den letzten Unentwegten.
Natürlich ging ich nicht ohne Notizblock ins Bett - kurz vor
dem Einschlafen kommen einem ja bekanntlich oft die besten Ideen.
Donnerstag, 26. September 2013
Inspiration: Soundtrack für Capital Porios
Manchmal will auch ich meinen Spaß haben - darum verbrachte
ich letzte Woche etliche Stunden damit, mir einen Soundtrack für Capital Porios
zusammenzustellen.
Beim Schreiben selbst höre ich zwar nie Musik, weil ich mich
so besser konzentrieren kann, aber da ich beschlossen habe, Capital Porios im
diesjährigen NaNoWriMo zu schreiben, werde ich sicher zwischendurch immer mal
wieder einen kleinen musikalischen Motivationsschub brauchen.
Und da man nie früh genug mit den Vorbereitungen für
NaNoWriMo beginnen kann, befindet sich bereits jetzt eine Playlist mit dem
Namen Capital Porios auf meinem Laptop. Darin sind folgende Songs zu finden:
Cheap and Nasty - Beautiful Disaster
D*A*D - Sleeping My Day AwayMott the Hoople - Roll Away the Stone
Oasis - Wonderwall
Quireboys - Tramps and Thieves
Small Faces - Afterglow
Small Faces - Itchycoo Park
Sweet - Fox on the Run
Terrorvision - Josephine
The Who - Pure and Easy
T. Rex - Hot LoveT. Rex - Jeepster
Wenn das mit den 50.000 Wörtern im November nicht klappen
sollte, lag's zumindest nicht an der Musik!
Montag, 23. September 2013
Montagsfragen - 23.09.2013
Schreibwahnsinn wollte heute wissen:
Welches Genre schreibst Du bevorzugt und warum?
Ich gehöre schlicht und einfach zu denjenigen, die das
schreiben, was sie am liebsten lesen. In meinem Falle sind das Krimis/Thriller.
Allerdings bin ich kein allzu großer Chick-Lit-Fan - dass ich trotzdem
Chick-Lit-Krimis schreibe, liegt daran, dass ein Schuss Chick-Lit einfach gut
zu meinen Protagonistinnen passt. Wenn eine Girl-Band unterwegs ist, dann
passieren halt nun mal auch noch eine Menge Dinge, die nicht unbedingt ins
Krimigenre passen.
Und die heutige Frage von paperthin lautet:
Bist Du in Literaturportalen oder -foren unterwegs?
Sonntag, 22. September 2013
Die Woche in Büchern - 22.09.2013
Gelesen:
Hanging Hill von Mo Hayder war eigentlich für meinen
Geschmack "zu konstruiert", aber so gut geschrieben, dass mich das
nicht weiter störte. Was mich dann aber doch sehr störte, war das Ende …
Nachdem ich es eine Woche lang liegen gelassen hatte, las
ich endlich Håkan Nessers Am Abend des Mordes weiter. Jetzt kam ich auch
endlich richtig in die Story rein und las das Buch in wenigen Tagen aus. Wäre
allerdings schön gewesen, wenn die Charaktere weniger Stimmen gehört hätten,
auf sowas steh ich gar nicht!
Ansonsten las ich noch ein eBook, das mir aber überhaupt
nicht gefiel und deswegen hier keine Erwähnung findet.
Gehört:
Ruth Rendells Not in the Flesh hatte ich bereits vor einigen
Jahren gelesen und das Buch gefiel mir ganz und gar nicht - kein Vergleich zu
den früheren Bänden ihrer Wexford-Reihe. Das Audiobook musste dann trotzdem
her, weil manchmal hört man sich eben auch Bücher, die einem nicht gefallen an,
wenn der Vorleser stimmt … Zur Zeit bin ich am Anfang von CD Nummer 3.
Geschrieben:
Etliche Szenen von Montes Rache, langsam sehe ich Land …
Freitag, 20. September 2013
Ideen sammeln für Capital Porios
Oscar Wilde hatte halt einfach den Durchblick!
Im Moment sammle ich fleißig große und kleine Ideen für Capital Porios, darf mich also quasi ständig kräftig daneben benehmen.
Da kann es dann schon einmal passieren, dass ich in einer Zeitschrift blättere und angesichts eines kleinen Artikels über Duftkerzen mit Foto und Preisangabe plötzlich Kyla in meinem Kopf laut aufschreit "45 Euro für eine Kerze?" ... und schon bin ich dabei, einen kleinen Dialog zwischen Kyla und Debbie über den Sinn und Unsinn teurer Duftkerzen und anderer Luxusgüter zu entwerfen.
In einem kleinen gelben Notizbuch (für jedes Buch eine neue Farbe - nach blau für Dead in Dornbirn, lila für Wicked Weimar und rot für Rome Eternal ist jetzt gelb an der Reihe!) wird alles notiert, was auch nur im Entferntesten brauchbar sein könnte - je größer die Auswahl, wenn ich mich daran mache, mein ausführliches Exposé zu schreiben, desto besser.
Darum werden jetzt auch das kleine gelbe Notizbuch und ein paar Stifte (auch mit Glitzertinte!) eingepackt und ab geht's in die Bücherei - ein bisschen schlecht benehmen!
Im Moment sammle ich fleißig große und kleine Ideen für Capital Porios, darf mich also quasi ständig kräftig daneben benehmen.
Da kann es dann schon einmal passieren, dass ich in einer Zeitschrift blättere und angesichts eines kleinen Artikels über Duftkerzen mit Foto und Preisangabe plötzlich Kyla in meinem Kopf laut aufschreit "45 Euro für eine Kerze?" ... und schon bin ich dabei, einen kleinen Dialog zwischen Kyla und Debbie über den Sinn und Unsinn teurer Duftkerzen und anderer Luxusgüter zu entwerfen.
In einem kleinen gelben Notizbuch (für jedes Buch eine neue Farbe - nach blau für Dead in Dornbirn, lila für Wicked Weimar und rot für Rome Eternal ist jetzt gelb an der Reihe!) wird alles notiert, was auch nur im Entferntesten brauchbar sein könnte - je größer die Auswahl, wenn ich mich daran mache, mein ausführliches Exposé zu schreiben, desto besser.
Darum werden jetzt auch das kleine gelbe Notizbuch und ein paar Stifte (auch mit Glitzertinte!) eingepackt und ab geht's in die Bücherei - ein bisschen schlecht benehmen!
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