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Donnerstag, 31. Oktober 2013

Gelesen: Die Tränen der toten Nonne von Roxann Hill


Das ungewöhnliche Ermittlerpaar Anne Steinbach und Paul Wagner - sie eine ehemalige Polizistin, er Priester - untersucht seinen zweiten Fall: Eine junge Frau wurde bestialisch ermordet. Nicole Schneider hatte in einem Krankenhaus in der Verwaltung gearbeitet und stand kurz davor, Nonne zu werden (daher also der Titel).

Die Ermittlungen von Anne und Paul konzentrieren sich zunächst auf Nicoles Arbeitsumfeld, doch schnell landen die beiden auch im Umfeld einer Motorradgang, deren Mitglieder in Rauschgifthandel und Prostitution verwickelt sind. Kann es wirklich sein, dass einer dieser Motorradgangster mit Nicole befreundet war?

Der Roman ist sehr unterhaltsam, die Autorin hat viele abwechslungsreiche Actionszenen eingebaut, doch auch Zwischenmenschliches ‑ wie z. B. die interessante Beziehung zwischen Anne und Paul ‑ kommt nicht zu kurz. Insgesamt haben mir auch die einzelnen Charaktere (auch Nebendarsteller wie Prof. Satorius und sein Freund Lorenzo) sehr gut gefallen.

Die Tränen der toten Nonne liest sich sehr schnell und flüssig, ist logisch und kurzweilig aufgebaut und die Autorin arbeitet auch sehr geschickt mit Foreshadowing/Payoff. Dabei gefiel mit der Twist am Schluss besonders gut. Ich fand nur das Ende ein wenig abrupt, hier hätte ich mir noch einen kurzen Epilog gewünscht (vielleicht auch mit einer kleinen weiteren Andeutung, wie das mit Anne und ihrer Tochter weitergehen könnte).

 

 
 

Mittwoch, 30. Oktober 2013

NaNoWriMo-Prep - Tag 30


 

Heute ist mein letzter Vorbereitungstag auf November! Morgen tagsüber wird entspannt und ab Mitternacht wird geschrieben, dann fällt endlich der Startschuß für Capital Porios!

Einen richtigen Schreibplan für November habe ich nicht, aber mein Ziel ist es, 3.000 Wörter am Tag zu schaffen, da ich im November so viele Termine habe, dass ich an einigen Tagen wenig bis gar nicht zum Schreiben kommen werde.

In Scrivener habe ich dieses Tagesziel bereits eingegeben (die 5 "bereits geschriebenen" Wörter sind übrigens nur der Titel und mein Name, nicht dass noch jemand denkt, ich würde schummeln und hätte schon angefangen). Natürlich habe ich nicht vor, die 3.000 Wörter in einer Sitzung zu schreiben, ich dachte da eher an 6 WordWars à 15 Minuten pro Tag. An Tagen, an denen es schlecht läuft, werde ich auf jeden Fall ständig im NaNo-WordWar-Forum eingeloggt sein … oder auf Twitter nach Schreibpartnern suchen …

Was ich heute noch tun werde: Diverse fliegende Notizzettel einsammeln und eine Liste mit Belohnungen erstellen, die ich mir jeweils gönnen werde, wenn ich bestimmte Zwischenziele erreiche. Motivation ist schließlich alles im November!

 

 

 

Montag, 28. Oktober 2013

Val McDermid-Lesung


 

 

Wieder einmal (wir erschienen bereits zum dritten Mal, sind also echte Wiederholungstäter) sehr lustig war die Lesung von Val McDermid. Wie letztes Mal fand die Lesung auch gestern Abend im Sektionshörsaal des Instituts für Rechtsmedizin statt. Heute war als Special Guest auch noch Prof. Dr. Penning anwesend, den durften wir zwar auch schon einmal erleben (bei der Lesung von Eoin Colfer, wenn ich mich recht erinnere), aber nachdem er uns damals so begeistert hatte, freuten wir uns schon wieder sehr darauf, endlich einmal den Unterschied zwischen einem Rechtsmediziner und einem Pathologen anständig erklärt zu bekommen. Besonders viele Lacher erntete gestern Abend die Frage, ob er denn selbst manchmal auch gerne à la Dexter in seiner Freizeit “für Gerechtigkeit sorgen” würde. Antwort: Nein, wenn dann würde er damit im Familienkreise anfangen …

Nach dieser (fast zu) kurzen Einleitung begann dann die eigentliche Lesung. Wie bereits das letzte Mal war Boris Aljinovic als deutsche Stimme dabei und Margarete von Schwarzkopf moderierte den Abend. Dieses Mal ging es um Vals – in Deutschland – aktuellstes Buch “Der Verrat”. Ich hatte es ja vor einigen Wochen auf Englisch gelesen und war ganz und gar nicht glücklich über die Auflösung … Die vorgelesenen Stellen stammten aber zum Glück alle vom Anfang des Buches und davon abgesehen gehe ich ja nicht wegen dem Vorlesen zu Lesungen, sondern wegen dem Gequatsche drumrum.

Das war auch gestern wieder sehr unterhaltsam. Boris Aljinovic hatte die letzte Nacht in Erfurt im Hotel in der Hochzeitssuite mit Wasserbett verbracht und hatte in Fulda am Bahnhof extra für den gestrigen Abend einige Beschimpfungen, die in der deutschen Übersetzung des Buches arg zahm rüberkamen, “überarbeitet”.

Val McDermid berichtete über die harten Recherchearbeiten zu Vanishing Point (so der Originaltitel): Da es um einen C-Promi geht, sah sie sich gezwungen einige “Auto”biographien von Pseudostars zu lesen und auch mehrere Trips zum Friseur und Zahnarzt waren nötig, um die Zeitschriften zu studieren, die bekanntlich nur dort im Wartezimmer zu haben sind!

Außerdem kam die Sprache auch auf das Kinderbuch, das Val vor einigen Jahren veröffentlicht hat. Sie hatte nie vor, unter die Kinderbuchautoren zu gehen, doch eines Tages meinte ihre Agentin “Wenn jetzt sogar schon Madonna ein Kinderbuch herausbringt, kannst du das erst recht.” Sie schickte ihrer Agentin dann ein langes Gedicht, dass sie sich für ihren Sohn ausgedacht hatte, um ihn auf längeren Autofahrten ruhig zu stellen. Eigentlich war Vals Absicht, ihre Agentin mit diesem Epos über das angebliche Piratendasein ihrer Mutter, von der Kinderbuchidee abzubringen. Der Schuß ging natürlich nach hinten los, ihre Agentin fand das Gedicht ganz toll und so wurde es nach Überarbeitung auch tatsächlich mit Illustrationen versehen und veröffentlicht.

Ganz anders lief es bei Vals allererstem Buch, das sie mit 20 geschrieben hatte – da kamen postwendend Absagen von allen Verlagen, denen sie das Manuskript geschickt hatte. Sie behauptete, irgendwann hätte sie sogar das Gefühl gehabt, es kämen Absagen von Verlagen, denen sie ihr Buch gar nicht angeboten hatte.

Zum Thema Schreiben wurde Val dann noch gefragt, ob sie sich denn ihre Texte auch laut vorliest, um zu überprüfen, ob die Dialoge gut klingen, und ob sie bei der Arbeit Musik hört. Die Antworten auf diese Fragen finden sich in meinem kurzen Video:



 

Mein Wunsch für die nächste Val-McDermid-Lesung wäre jetzt nur noch: Bitte mit einem Tony-Hill-Buch im Gepäck nach München kommen!


Montagsfragen - 28. Oktober 2013


 

Wie die Zeit vergeht, wenn man Spaß hat … Und schon wieder ist Montag und paperthin stellte heute eine gaaaanz leicht zu beantwortende Montagsfrage:

Zu welcher Tageszeit liest du am liebsten?

Nachts im Bett, vorm Einschlafen. Vorher bin ich meistens zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt … Aber nachts lese ich, bis mir die Augen zufallen und das Buch aus der Hand … das wird schwierig, jetzt wo ich einen Kindle habe – hoffentlich hält der das aus!

Bei Schreibwahnsinn dreht sich zur Zeit alles um NaNoWriMo und so lautete auch die heutige Montagsfrage passend dazu:

Hast du schon einmal den NaNoWriMo gewonnen und nimmst du dieses Jahr wieder teil?

Ebenfalls sehr leicht zu beantworten: Ja und ja.

Dass ich mich bereits fleissig auf den diesjährigen NanoWriMo vorbereite, ist ja unschwer zu übersehen. Erfolgreich beenden konnte ich den NaNo bisher drei Mal, hoffenlich klappt's diesen November ein viertes Mal!




Sonntag, 27. Oktober 2013

Meine Woche in Büchern - 27.10.2013


 

Gelesen:

The Madman's Tale von John Katzenbach war zwar toll recherchiert und wartete mit sehr ausgefeilten Charakteren auf. Trotzdem wurde ich mit dem Buch nie wirklich warm und die Jagd nach einem Mörder in der Nervenheilanstalt konnte mich nie wirklich fesseln. Außerdem war der Roman mit fast 600 Seiten doch verdammt lang - und die Tatsache, dass eine der Erzählperspektiven komplett in Kursivschrift gesetzt war, trug auch nicht gerade zum Lesevergnügen bei!

The One You Love von Paul Pilkington las sich sehr flott und dank zahlreicher Cliffhanger auch ziemlich spannend. Allerdings hätten die Charaktere ein bisschen mehr Tiefe vertragen können (und es wäre z. B. auch gut gewesen, ein wenig mehr von der Beziehung zwischen Emma und Dan zu erfahren, das hätte die Spannung deutlich erhöht) und teilweise verlor der Autor sich ein wenig in Überflüssigkeiten (ich muss nicht unbedingt wissen, dass jemand zwei Mal an der Tür klingelt, wenn er einen Besuch macht).

Gehört:

Die autorisierte Fortsetzung des Kinderbuchklassikers von Geraldine McCaughrean, Peter Pan in Scarlet, begleitet mich zur Zeit auf meinem mp3-Player (fast) überallhin. Gerade am Ende der 1. CD angekommen und die Protagonisten von früher sind gerade in Neverland angekommen, wo sie einen ziemlich schlecht gelaunten Peter Pan vorfinden … bin gespannt, wie sich das noch entwickeln wird.

Geschrieben:

Nein, meine Novelle ist immer noch nicht ganz fertig, als nächstes steht die Szene mit dem großen Showdown an, das dauert jetzt halt grad noch ein wenig … Dafür sind meine NaNoWriMo-Vorbereitungen so gut wie abgeschlossen.

 

 

Freitag, 25. Oktober 2013

NaNoWriMo-Prep - Tag 25


 

 

Nachdem ich gestern vor allem an meiner Novelle gearbeitet habe (über 2.000 neue Wörter geschafft und das Ende ist in greifbare Nähe gerückt), kam die NaNo-Prep ziemlich kurz. Witzigerweise fand ich aber einen Blogpost mit der Überschrift "25 Things To Know About Writing The FirstChapter". Dieser Post kam mir natürlich sehr gelegen, da ich ja im Moment daran laboriere, den richtigen Einstieg für Capital Porios zu finden. Das Lesen dieses Blogposts war dann aber auch alles, was ich gestern für meine November-Vorbereitungen getan habe. Doch die Lesezeit hat sich wohl ausgezahlt: Ich hatte eine ganz gute Idee für meinen Einstieg … mal sehen, ob ich diese Idee am 31. Oktober um 00:00:01 verwenden werde oder nicht.


Heute machte ich erstmal einen Spaziergang und dachte dabei über meine Subplots nach, dabei kam allerdings nicht viel rum. Drum mache ich es mir jetzt auf der Couch bequem und lese erst noch einmal meinen bisherigen Plotplan durch und dann geht's ans Brainstorming …

 

 

 

Mittwoch, 23. Oktober 2013

NaNoWriMo-Prep - Tag 23



Heute fand ich auf meiner Festplatte eine vor längerer Zeit gespeicherte Vorlage eines sogenannten Beat Sheet.

Da ich Formulare dieser Art liebe, machte ich mich gleich daran, es für Capital Porios auszufüllen - im November werde ich schließlich alle nur erdenlichen Hilfsmittel brauchen können, damit ich meine 50.000 Wörter schaffe.

Die ursprüngliche Vorlage stammt von der Drehbuch-Website Save the Cat und ist ein Excel-Dokument. Das Besondere: Die Tabelle listet nicht nur all die Bestandteile auf, die ein Roman haben sollte (der klassischen 3-Akt-Struktur folgend), sondern berechnet nach Eingabe der Gesamt­wortzahl auch noch, wie viele Wörter man ungefähr für welchen Teil schreiben sollte.

Beispiel: Für die Eröffnungsszene, die die allgemeine Stimmung und den Ton des Romans vorgibt, wird bei einem Ziel von 50.000 Wörtern vorgeschlagen, 500 Wörter zu schreiben.

Natürlich werde ich mich nicht 100%ig an diese Vorlage halten - so ein Chick-Lit-Krimi ist schließlich keine mathematische Operation! Aber die Beschreibungen der einzelnen Punkte liefern auf jeden Fall interessante Denkanstöße.

Im Moment hänge ich noch ganz am Anfang, da ich nämlich schon seit Tagen auf der Suche nach meiner Eröffnungsszene bin! Hmmm … "a before snapshot" - was könnte das für Capital Porios wohl sein?