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Dienstag, 17. Juli 2018

Rezension und Verlosung: Missing von Claire Douglas



Ein Telefonanruf stellt Francesca Blooms Leben völlig auf den Kopf: Es ist Daniel, der Bruder ihrer einst besten Freundin Sophie. Sophie verschwand vor achtzehn Jahren spurlos, jetzt wurden Teile ihrer Leiche gefunden.
Daniel ist fest davon überzeugt, dass Sophie nicht durch einen Unfall ums Leben kam, sondern ermordet wurde. Francesca erklärt sich zwar bereit, für einige Tage in ihre Heimatstadt zurückzukehren, um Daniel zu helfen, doch wie soll sie es dabei schaffen, ihr eigenes dunkles Geheimnis vor der Aufdeckung zu bewahren? Das Geheimnis, das sie nur mit Sophie teilte …
Als ich mir Missing in der Buchhandlung meines Vertrauens kaufte, wurde mir von der Buchhändlerin versichert, dass es spannend von der ersten bis zur letzten Seite sei.
Sie hat recht. Durch geschickt eingestreute vage Andeutungen baut Missing von Anfang an eine unheilschwangere, spannungsgeladene Atmosphäre auf. Das Setting der kargen Kleinstadt an der Küste mit ihren Einwohnern, die Frankie (wie Francesca früher genannt wurde) überwiegend feindselig gegenüberstehen, trägt ebenfalls zu dieser Spannung bei. Man hat stets das Gefühl, das hier noch schreckliche Dinge geschehen werden - genau wie schon vor achtzehn Jahren.
Die Story wird aus zwei Perspektiven und auf zwei Zeitebenen erzählt: Frankie in der Gegenwart und Sophie in Rückblenden ins Jahr 1997. Was mich hierbei ein wenig gestört hat, war, dass Frankie ständig in Gedanken Zwiesprache mit der toten Sophie gehalten hat - auf Dauer nervte mich das doch ziemlich.
Außerdem finde ich, dass der Untertitel »Niemand sagt die ganze Wahrheit« viel zu viel verrät. Durch diesen Untertitel mißtrauisch gemacht war mir leider - trotz einer guten Anzahl möglicher Verdächtiger - schon ab der Mitte des Buches klar, worauf es wohl hinauslaufen würde … Auch den letzten Twist sah ich leider vorher. Auch wenn es manchmal ganz nett ist, sich bestätigt zu sehen, wäre mir ein für mich überraschendes Ende lieber gewesen.
Dazu kommt, dass ich den Schluss (die letzten zwanzig, fünfundzwanzig Seiten) einfach zu melodramatisch fand.
Ist der Hype um Missing (in den letzten Wochen konnte man ja den Facebook Ads für dieses Buch kaum entkommen) gerechtfertigt?
Für mich persönlich nicht, da das, was den Roman besonders macht, in letzter Zeit einfach zu oft in Thrillern eingesetzt wurde (Gone Girl, Girl on the Train). Wäre Missing mein erstes Buch mit »unreliable narrator« gewesen, wäre ich wahrscheinlich begeistert gewesen.
So war es für mich eine zunächst superspannende Lektüre mit einem nicht ganz befriedigenden Ende.


BUCHVERLOSUNG

Ich verlose ein Exemplar des Taschenbuches von Missing. Alle, die sich ab heute (17. Juli 2018) bis zum 05. August 2018 (Mitternacht) für meinen Newsletter anmelden, nehmen an der Verlosung teil.

Hier geht's zur Anmeldung: KLICK

Du hast dich schon längst für meinen Newsletter eingetragen, willst aber trotzdem mitmachen? Dann sende bitte eine E-Mail mit dem Betreff „Verlosung: Missing“ an [poriomaniacs AT 2diefor DOT com]


Das Kleingedruckte: 
Natürlich ist bei dieser Verlosung der Rechtsweg ausgeschlossen und der Gewinn kann nicht bar ausgezahlt werden. Der Gewinner wird am 06. August 2018 ausgelost und per E-Mail benachrichtigt. Das Buch wird nach Mitteilung der Adresse des Gewinners per Post versandt. Mit der Teilnahme wird mein E-Mail-Newsletter abonniert, der aber nicht allzu häufig (zurzeit vierteljährlich) erscheint und über Neuerscheinungen, Gewinnspiele und ähnliches informiert. Natürlich kann der Newsletter jederzeit abbestellt werden. Die für das Gewinnspiel gemachten Angaben (Name und E-Mail-Adresse) werden nur für das Gewinnspiel und die Newsletter-Zusendung verwendet.

Donnerstag, 16. Juni 2016

Lieblingsbuchläden: Travelling Through in London


Passend zum Namen befindet sich der Buchladen Travelling Through in unmittelbarer Nähe der Waterloo Station. Ich entdeckte Travelling Through nur zufällig, als ich eine Vorstellung im Theater The Vaults besuchte. Da ich zu früh da war, erkundete ich noch ein wenig die Umgebung und fand diesen hübschen kleinen Buchladen in Lower Marsh.

Travelling Through wurde im Oktober 2014 eröffnet und verkauft seitdem nicht nur Bücher mit Schwerpunkt auf dem Thema Reisen, sondern stellt den Laden auch regelmäßig für Veranstaltungen und private Feiern zur Verfügung. Außerdem werden Kaffee und Kuchen angeboten, sodass man ganz entspannt sofort in seinen Neuerwerbungen schmökern kann.

Bei den angebotenen Büchern handelt es sich nicht nur um Reiseführer und ähnliches, sondern auch Romane, die in fernen Ländern spielen und so das Fernweh zumindest durch Lektüre ein wenig lindern - oder noch stärker anfachen?

Wer sich an Waterloo Station aufhält und noch nach Lesestoff für die nächste Zugfahrt sucht, bei Foyles oder WH Smith aber nicht fündig wird, sollte unbedingt den kurzen Fußweg zu Travelling Through unternehmen.


http://www.travellingthrough.co.uk/

Donnerstag, 7. April 2016

Rezension und Buchverlosung: Letzte Ausfahrt Oxford von Veronica Stallwood

In der berühmten Oxforder Bodleian Library werden wertvolle Bücher gestohlen. Autorin Kate Ivory soll herausfinden, was dahintersteckt. Im Laufe ihrer Ermittlungen kommt ihr der Verdacht, dass die Diebstähle mit einem vor einem Jahr verübten Mord zusammenhängen.

Der Schauplatz ist Oxford, die Protagonistin ist Schriftstellerin, es geht um Bücher, es ist ein Krimi - das klingt nach einem Buch ganz nach meinem Geschmack. 

Ich konnte dann auch richtig schön in Beschreibungen von Oxford schwelgen und dass einer der Charaktere gerade einen Kurs in Kreativem Schreiben macht, fand ich auch sehr interessant. 

Besonders gut gefiel mir, wie dieser Charakter seine Kursaufgaben dazu verwendete, über wirkliche Geschehnisse aus seiner Vergangenheit zu schreiben und diese als Fiktion auszugeben. Die dazugehörigen Kommentare seiner Kursleiterin fand ich sehr erheiternd.

Protagonistin Kate war mir sehr sympathisch. Zu Beginn des Buches stellt sie gleich die schöne Aussage auf »Wie viel einfacher war es doch, die Bücher anderer Leute zu lesen, anstatt selbst eines zu schreiben!«. Dem ist natürlich nichts hinzuzufügen.

Ein klein wenig mehr Spannung hätte es für mich insgesamt aber ruhig sein können. Letzte Ausfahrt Oxford fällt eher in die Kategorie behäbiger Cozy-Krimi, wer gerne Inspektor Barnaby schaut, wird die Bücher von Veronica Stallwood lieben.

BUCHVERLOSUNG

Ich verlose ein Exemplar des Taschenbuches von Letzte Ausfahrt Oxford. Alle, die sich ab heute (07. April 2016) bis zum 20. April 2016 (Mitternacht) für meinen Newsletter anmelden, nehmen an der Verlosung teil.

Hier geht's zur Anmeldung: KLICK

Du hast dich schon längst für meinen Newsletter eingetragen, willst aber trotzdem mitmachen? Dann sende bitte eine E-Mail mit dem Betreff „Verlosung: Letzte Ausfahrt Oxford“ an [poriomaniacs AT 2diefor DOT com]


Das Kleingedruckte: 
Natürlich ist bei dieser Verlosung der Rechtsweg ausgeschlossen und der Gewinn kann nicht bar ausgezahlt werden. Der Gewinner wird am 21. April 2016 ausgelost und per E-Mail benachrichtigt. Das Buch wird nach Mitteilung der Adresse des Gewinners per Post versandt. Mit der Teilnahme wird mein E-Mail-Newsletter abonniert, der aber nicht allzu häufig (zurzeit vierteljährlich) erscheint und über Neuerscheinungen, Gewinnspiele und ähnliches informiert. Natürlich kann der Newsletter jederzeit abbestellt werden. Die für das Gewinnspiel gemachten Angaben (Name und E-Mail-Adresse) werden nur für das Gewinnspiel und die Newsletter-Zusendung verwendet.

Mittwoch, 20. Januar 2016

Lieblingsbuchläden: The Open Book in Richmond



Die Montagsfrage habe ich diese Woche ausgelassen, weil mir spontan keine Antwort einfiel und weil ich kaum Zeit hatte, da ich mal wieder in England war. Genauer gesagt in Richmond-upon-Thames, wo ich einen ganz reizenden kleinen Buchladen entdeckte.

The Open Book (sogar den Namen finde ich ganz toll) liegt ein wenig versteckt ganz in der Nähe der High Street und führt ein ziemlich breit gefächertes Sortiment, obwohl der Laden alles andere als groß ist!

Es gab zwar gerade 25 % Rabatt auf Kunstbücher (und Kinder-, Koch- und Gartenbücher), ich konnte jedoch widerstehen und habe nichts gekauft. Meine Willensstärke war aber vor allem dadurch bedingt, dass ich keinen Platz im Gepäck mehr hatte!

Ganz besonders angetan hatten es mir die kleinen Gedichtbände, die The Open Book im Fenster hatte: Da gab es nicht nur »Ten Poems about Love« (Standard), sondern auch Titel wie »Ten Poems about Aunts«, »Ten Poems about Knitting« und »Ten Poems about Puddings«. 

Letztere könnte ich vielleicht auch verfassen … Denn nachdem ich wenig später nicht weit entfernt von The Open Book bei der Hummingbird Bakery eingefallen und einen Salted Caramel Cupcake verspeist hatte, war mir auch sehr poetisch zumute.