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Mittwoch, 26. November 2014

Gelesen: Auf den Flügeln der Angst von Catherine Shepherd




Saskia ist gestresst: Sie hat ihren Job verloren und muss nun sich und ihren kleinen Sohn als Kellnerin durchbringen. Zu allem Überfluss leidet der Kleine an einer chronischen Krankheit. Dann taucht auch noch Saskias nichtsnutziger Bruder auf und will sie anpumpen. Aus Verzweiflung nimmt Saskia an einer klinischen Studie teil … und kann bald nicht mehr zwischen Realität und (Alp)Traum unterscheiden.
Über 500 Jahre zuvor sieht sich im Städtchen Zons Bastian Mühlenberg von der Stadtwache mit zwei Morden und einem geheimnisvollen Elixier konfrontiert.
Sehr gut gefiel mir die Verwebung der Geschehnisse in der Gegenwart mit den Ereignissen im Mittelalter, vor allem in bezug auf „Rauschmittel“ damals und heute. Nicht so gut fand ich, dass die Ermittler die richtigen Schlussfolgerungen teilweise ein wenig zu schnell und zu leicht ziehen. Auch die übersinnliche Note, die das Ganze hatte, ist nicht so meins (aber das ist natürlich reine Geschmackssache).
An einigen Stellen, fand ich auch die Ausdrucksweise und den Schreibstil etwas holprig (z. B. „Schweißperlen rannten“ und wie kann man eine 1,80 m große Frau nur als „zierliche Schönheit“ bezeichnen?)
Aufgrund der zahlreichen kurzen Abschnitte mit wechselnden Erzählperspektiven liest sich das Buch sehr schnell und leicht, ist also auch gut „für unterwegs“ geeignet, wenn man nicht so viel Zeit hat.
Insgesamt ist Auf den Flügeln der Angst gute, spannende Unterhaltung für zwischendurch, vor allem natürlich, wenn man Interesse am Mittelalter hat.

PS: Sehr gut gefiel mir die Referenz zum Film „Es“ nach dem Buch von Stephen King. Allerdings kann sich Saskia bei diesem Film nicht im Kino gegruselt haben: Es handelt sich um einen TV-Zweiteiler.

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