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Samstag, 19. Juli 2014

Gelesen: Verletzung - Desecreation von J.F. Penn



Nach einer Veranstaltung im Londoner Royal College of Surgeons wird eine junge Frau tot aufgefunden. Der Fall wird Detective Sergeant Jamie Brooke übertragen, die sich mit großem Engagement in die Ermittlungen stürzt, obwohl sich in ihrem Privatleben eine Tragödie abspielt: Ihre Tochter liegt im Sterben.

Verletzung behandelt unter anderem Themen wie Körperkunst und -modifikation, Teratologie, genetische Experimente und Leichenraub, sodass man als Leser nicht ganz zimperlich sein darf. Es werden zum Beispiel Vivisektionen und anatomische Exponate (ein Teil des Romans spielt im Hunterian Museum in London) beschrieben. Dies bleibt jedoch stets im Rahmen des für die Geschichte Nötigen und wird nicht übertrieben dargestellt. Ein paar Mal hat’s mich aber schon ganz schön gegrauselt.

Die nicht nur im Berufsleben sondern auch privat eher unkonventionelle Protagonistin Jamie fand ich sehr sympathisch: Ich habe mit ihr gelitten, gehofft und gekämpft, vor allem beim spannenden, actiongeladenen Showdown, der mehr als eine überraschende Wendung enthält.

Verletzung hat zahlreiche interessante Handlungsorte, wie z. B. das Hunterian Museum, die Hellfire Caves in West Wycombe und einen Fetischclub in London, die alle atmosphärisch dicht beschrieben worden sind.
Mir persönlich hat natürlich besonders gut gefallen, dass das Buch überwiegend in meiner Lieblingsstadt London spielt. Vom Hunterian Museum hatte ich zwar schon gehört, aber war selbst noch nicht dort. Ob ich es irgendwann einmal selbst besuchen werde, weiß ich noch nicht so genau, dafür wäre ich dann vielleicht doch ein wenig zu zimperlich.
Aber so ein Ausflug nach West Wycombe, um die Hellfire Caves zu besichtigen, wäre nicht schlecht …

Sehr gut gefiel mit auch, dass das Buch einen kurzen Anhang hat, in dem die Autorin ein wenig ihre Recherchearbeit beschreibt und erklärt was im Buch Fakt und was Fiktion ist.


Insgesamt ist Verletzung ein nicht nur spannender, sondern auch sehr interessanter und ungewöhnlicher Roman, der Lust auf den zweiten Krimi mit Jamie Brook macht.

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