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Freitag, 30. August 2013

The Poriomaniacs – Paris Calling: Eine Kurzgeschichte entsteht

Da hatte ich alles so schön geplant: Der Plot stand und mir war soeben sogar eine gute Auflösung eingefallen, sodass ich einen kompletten Szenenablaufplan schreiben konnte. Das Ganze druckte ich aus, um am nächsten Tag mit dem Schreiben zu beginnen.
Doch dann die ganz große Frage: Wie fange ich an? Was wäre ein guter Einstieg? Oder ganz konkret: Erster Satz???
Zunächst stöberte ich durch meine CD-Sammlung, auf der Suche nach musikalischer Inspiration. Das brachte leider gar nichts.
Dann die rettende Idee: Irgendwo lag doch noch ein Hefter mit Szenen, Sprüchen und Ideen, die in Rome Eternal keinen Platz mehr gefunden hatten, rum.
Dank der Tatsache, dass ich mich in meinem bestens organisierten Chaos sehr gut auskenne, war dieser Hefter schnell gefunden.
Ich sortierte alle Notizen, die vielleicht für Paris Calling passen könnten, auf einen kleinen Stapel. Das wurde zwar nur ein sehr kleiner Stapel, aber schließlich ging es hier ja auch nur um eine Kurzgeschichte (geplant waren 3.000 bis 5.000 Wörter).
Und Heureka, mittendrin in diesen Notizen fand ich einen knapp sieben Jahre alten Szenenentwurf, der mir zusammen mit einem Spruch über Mozzarella, den ich in Rome Eternal einfach nicht mehr hatte unterbringen können, die perfekte Idee für den Einstieg in meine Kurzgeschichte gab.
Gut, dass ich nie was wegwerfe!

Und so sieht er jetzt aus: Der (gekürzte) Anfang von Paris Calling:

»Puh, ich möchte nicht wissen, wie viele Kugeln Mozzarella ich mir da grad reingezogen habe«, seufzte Kyla und lehnte sich in ihrem Stuhl zurück.
Vor ihr auf dem Tisch zeugten nur noch einige wenige Krümel auf dem großen Teller von der Riesenpizza, die sie soeben verdrückt hatte.
Ihr gegenüber saß Alejandro und strahlte sie an. Auch er hatte seinen Teller bis auf den letzten Bissen geleert.
»Ich mag Frauen mit gesundem Appetit«, sagte er.
»Meinst du das wörtlich oder im übertragenen Sinne?«
»Musst du immer alles ins Zweideutige verdrehen?«
[...]
Doch Alejandro konnte immer noch einen draufsetzen. Mit verschwörerischer Miene beugte er sich über den Tisch.
»Ich hätte da eine Idee, wie wir wenigstens ein paar Kalorien wieder verbrennen könnten«, sagte Alejandro und zwinkerte Kyla zu.
Die war sofort höchst interessiert. Wenn Alejandro ihr so zuzwinkerte, dann hatte seine Idee doch sicher etwas mit Sex zu tun.

Die vollständige Kurzgeschichte findet sich mit zwei weiteren Kurzkrimis in The Poriomaniacs … machen's kurz. Erschienen als eBook http://amzn.to/143z5TO und als Taschenbuch http://amzn.to/1fdJpxs.
 

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