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Mittwoch, 19. September 2012

Spanisch lernen mit Janet Evanovich

Ich bin keine Freundin von tumbem Vokabel- und Grammatikauswendiglernen – das bringt eh nix. Am besten lernt man eine Fremdsprache, indem man so weit wie möglich in diese “eintaucht”, also am besten im Land selbst. Wenn es aber gerade nicht möglich ist, in Madrid die Gran Via entlang zu schlendern oder in Buenos Aires mit Straßenhändlern zu feilschen, sind ein spanischsprachiger Spielfilm oder ein Roman die nächstbesten Optionen. So machte ich es mir heute mit “Sobre La Pista” von Janet Evanovich und einem gut gespitzten Bleistift auf meinem Balkon bequem, da es mal wieder höchste Zeit ist, mein Spanisch aufzufrischen. Das letzte Mal, dass ich mich mit jemandem auf Spanisch unterhalten habe, ist auch schon wieder fast drei Monate her … Der Bleistift durfte mit auf den Balkon, um Wörter, die ich nachschlagen will, oder Begriffe, die mir besonders gut gefallen und die ich mir merken will, zu unterstreichen. Dank der relativ kurzen und schlichten, alltagssprachlichen Sätze ist es kein Problem dem Plot des Krimis zu folgen. Langweilig wird einem bei Stephanie Plum-Romanen sowieso nicht – beste Voraussetzungen also, um dranzubleiben. Dieses Buch wandert garantiert nicht nach drei bis vier mühsam zusammen buchstabierten Seiten für immer in die oberste Regalecke. Natürlich bleibt es bei einem Kriminalroman mit einer Kopfgeldjägerin (cazarrecompensas) als Protagonistin nicht aus, dass man auch etliche nicht ganz alltagstaugliche Begriffe kennenlernt. Doch im großen und ganzen findet man bei der Lektüre eines Krimis viele für einen Small Talk bestens geeignete Ausdrücke. Und die ein oder andere nützliche Verbform bleibt vielleicht auch noch hängen. Allerdings hoffe ich, dass ich den Begriff pistola de descargas eléctricas nie im echten Leben brauchen werde.

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